Die Wahlhelfer in Oberndorf sind diesmal besonders gefordert. (Symbolfoto) Foto: dpa/Pia Bayer

Endspurt in Oberndorf: Am 8. März wird nicht nur der neue Landtag gewählt, die Bürger müssen auch in Sachen Windpark Wisoch entscheiden. Das läuft hinter den Kulissen ab.

Neben der Landtagswahl steht am Sonntag, 8. März, in Oberndorf auch der Bürgerentscheid zum geplanten Windpark an. Dabei stimmen die Bürger darüber ab, ob die Verpachtung kommunaler Waldflächen an Windenergieanlagenbetreiber/-investoren im Gebiet Wisoch unterbleiben soll. Hinter den Kulissen arbeitet die Stadtverwaltung seit Monaten auf Hochtouren.

 

Mit den ersten Vorbereitungen wurde bereits im Oktober 2025 begonnen, erfahren wir von der städtischen Pressesprecherin Jasmin Rapp. Seitdem koordiniere das Wahlamt sämtliche organisatorischen, personellen und logistischen Maßnahmen, um einen reibungslosen Ablauf am Wahltag sicherzustellen.

Für die Landtagswahl seien insgesamt zwölf Urnenwahlbezirke und zwei Briefwahlbezirke eingerichtet. Im Vergleich zur vergangenen Wahl gebe es dabei zwei Standortänderungen: Das Wahllokal in Altoberndorf befinde sich wieder in der Flößerhalle, und in Hochmössingen werde erneut die Turn- und Festhalle als Wahllokal genutzt. Die Stadt bittet in diesem Zusammenhang alle Wahlberechtigten, die Angaben auf ihrer Wahlbenachrichtigung zu beachten.

Über die Jahre beliebter geworden ist die Stimmabgabe per Briefwahl. Bei der Landtagswahl 2021 lag der Anteil der Briefwahlstimmen landesweit bei 51,3 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie zur Landtagswahl 2016 (21 Prozent). Bei der Bundestagswahl 2025 allerdings hatte der Anteil der Briefwähler landesweit bei 36,8 Prozent gelegen. Trotzdem bleibt man in Oberndorf bei zwei Briefwahlbezirken – wieso das?

„Die Stadt rechnet bei der Briefwahl mit einer gleichbleibenden Anzahl an Briefwählerinnen und Briefwählern, tendenziell mit einem leichten Rückgang“, meint Jasmin Rapp dazu. Hintergrund sei unter anderem, dass die Bundestagswahl im vergangenen Jahr in die Fastnachtszeit gefallen und dadurch ein erhöhtes Briefwahlaufkommen zu verzeichnen gewesen sei. „Die aktuelle Entwicklung bestätigt diese Prognose.“

Mit zwei Briefwahlbezirken sei die Stadt organisatorisch gut aufgestellt, heißt es. „Nach aktueller Einschätzung ist die Auszählung damit effizient und sicher gewährleistet.“

Kein erhöhtes Personalaufkommen erforderlich

Am Wahltag werden etwa 100 ehrenamtliche Wahlhelfer im Einsatz sein, erfahren wir außerdem auf Nachfrage. Ein erhöhtes Personalaufkommen sei dabei trotz des zusätzlich stattfindenden Bürgerentscheids nicht erforderlich, teilt Jasmin Rapp mit. „Die bestehenden Wahlteams übernehmen zunächst die Auszählung der Stimmen zur Landtagswahl und im Anschluss die Auszählung des Bürgerentscheids.“

Eigener Gemeindewahlausschuss

Für den Bürgerentscheid trete am Wahlabend ab 18 Uhr ein eigener Gemeindewahlausschuss im Rathaus zusammen. Das offizielle Ergebnis des Bürgerentscheids werde am Montag nach der Wahl bekanntgegeben, heißt es von der städtischen Pressesprecherin.

„Die Stadt dankt bereits heute allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihr Engagement und ruft alle Wahlberechtigten dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen“, heißt es abschließend von der Stadtverwaltung.