Eifrig zählten die Wahlhelfer am Sonntagabend die Ergebnisse der Landtagswahl im Loßburger Rathaus aus. Nun stehen die Ergebnisse fest. Foto: Carolin Schöffler

Die Loßburger haben gewählt: Die CDU bleibt mit 36,6 Prozent der Zweitstimmen weiterhin stärkste Kraft. Wie die einzelnen Teilorte gewählt haben und welche Besonderheiten auffallen.

Die CDU ist in der Gemeinde Loßburg weiterhin stärkste Kraft: 36,6 Prozent der Zweitstimmen konnte die Partei für sich gewinnen. 2021 lag sie noch bei 24,4 Prozent – ein Zuwachs von 12,3 Prozentpunkten. Die AfD schaffte es auf den zweiten Platz. Mit 23,7 Prozent konnte sie ihr Ergebnis von 2021 (12,5 Prozent) fast verdoppeln. Die Grünen folgten mit 20,4 Prozent (2021: 21,8 Prozent).

 

Fast gleich auf lagen SPD und FDP mit 4,2 und 4,4 Prozent. Die Linke schaffte es auf 2,7 Prozent (2021: 1,3 Prozent). Den größten Verlust machten die Freien Wähler: Lagen sie bei der Landtagswahl 2021 noch bei 13,3 Prozent, schafften sie es in diesem Jahr auf lediglich 1,9 Prozent.

Linke in Loßburg und Schömberg über 5 Prozent

Erstmals wurde bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg auch eine Erststimme vergeben. Hierbei konnte Katrin Schindele als Wahlkreiskandidatin der CDU insgesamt 1969 Stimmen und damit 44 Prozent der Wähler in der Gemeinde für sich gewinnen. Auf dem zweiten Platz liegt Andreas Grammel (AfD) mit 23,6 Prozent.

16,1 Prozent gehen an Daniel Belling von den Grünen. Bettina Ahrens-Diez (SPD) erhält 5,3 Prozent. Veit Grünberg (FDP) konnte sich 3,8 Prozent der Stimmen sichern und Yannic Wahlheim (Die Linke) 3,2 Prozent.

Die Linke in Loßburg und Schömberg über 5 Prozent

Im Kernort selbst zeigt sich ein ähnliche Bild wie in der Gesamtgemeinde: Auch hier konnte die CDU sich mit 36,6 Prozent die meisten Zweitstimmen sichern. Es folgen die AfD mit 25,3 Prozent und die Grünen mit 19,2 Prozent. Wären ausschließlich die Ergebnisse aus Loßburg entscheidend, hätte es auch Die Linke mit 5,2 Prozent in den Landtag geschafft. Ebenfalls stark zeigte sich die Partei auch im Teilort Schömberg mit 5,8 Prozent. Ginge es nach dem Ortsteil Wälde, hätte es auch das Bündnis C mit 5,4 Prozent in den Landtag geschafft.

AfD in Härlen und Schömberg stärkste Kraft

Auch in den Ortsteilen Rodt, Lombach, Sterneck, 24-Höfe, Wittendorf, Betzweiler und Wälde konnte die CDU die meisten Zweitstimmen für sich einfahren. Besonders stark zeigte sich die Partei dabei in Sterneck mit 39,8 Prozent und in Lombach mit 40,7 Prozent. Das beste Ergebnis erzielte die CDU in 24-Höfe mit 47,7 Prozent und damit fast der Hälfte aller Zweitstimmen.

AfD in Härlen und Schömberg stärkste Kraft

Im Gebiet Härlen und dem Teilort Loßburg-Schömberg ist hingegen die AfD stärkste Kraft. Dabei erzielte die Partei in Schömberg 29,5 Prozent und in Härlen 33,5 Prozent der Zweitstimmen. Die FDP erzielte in den Teilorten Wittendorf mit 5,6 Prozent, Sterneck mit 5,8 Prozent und Betzweiler mit 6,4 Prozent das für sich beste Ergebnis in der Gesamtgemeinde Loßburg. Bei Der SPD waren es ebenfalls die Teilorte Wittendorf mit 5,3 Prozent und Betzweiler mit 5,7 Prozent, sowie Härlen mit 6,5 Prozent.

Rund 17 Prozent wählten per Briefwahl

Im Vergleich zur Landtagswahl 2021 wuchs die Wahlbeteiligung in der Gemeinde Loßburg von 64,9 auf 74,1 Prozent. Insgesamt 4501 Menschen gingen wählen. Am eifrigsten gewählt haben dabei die Bürger in 24-Höfe mit einer Beteiligung von 62,9 Prozent. Die wenigsten Wähler gab es hingegen in Loßburg selbst mit 47,4 Prozent, sowie in den Gebieten Härlen und Rodt mit 46,9 und 48,7 Prozent. Hinzu kommen die Briefwähler.

1346 der 6077 Wahlberechtigten Loßburger entschieden sich bei der diesjährigen Landtagswahl für den postalischen Weg. Auch hier ist die CDU mit 37,7 Prozent der Zweitstimmen stärkste Kraft. Vergleichsweise mehr Stimmen gab es für die Grünen mit 26,1 Prozent. Die AfD hingegen erzielte bei den Briefwählern ein für sie schwaches Ergebnis mit 14,1 Prozent. Die FDP schaffte es auf 5,7 und die SPD auf 5,4 Prozent.