Die CDU liegt bei der Landtagswahl in Haiterbach mit 36,7 Prozent vorne. Zweitstärkste Kraft in der Kuckucksstadt ist die AfD, die bei der Wahl am Sonntag 29,3 Prozent erreichte.
Kurz nach 17.30 Uhr läutet die Glocke des Rathauses ein letztes Mal. Stadtrat Gerhard Gutekunst, an dem Abend wie einige seiner Amtskollegen sowie städtische Bedienstete als Wahlhelfer im Einsatz, gibt das Signal: Letzte Chance, die Stimme für die Landtagswahl abzugeben, bevor um 18 Uhr der Wahlvorgang geschlossen ist.
Wohl unabhängig vom Bimmeln gingen am Sonntag in Haiterbach wieder mehr Wähler an die Urnen. Bei 2776 Stimmabgaben von 3885 Wahlberechtigten lag die Wahlbeteiligung bei 71,5 Prozent (64,8 Prozent im Jahr 2021).
CDU gewinnt 3,1 Prozent
Nach einem in den vergangenen Wahlgängen sich fortsetzenden Stimmenverlust gelang der CDU in Haiterbach eine kleine Kehrtwende: Mit 36,7 Prozent bei den Zweitstimmen lag sie 3,1 Prozentpunkte über dem Ergebnis von der Wahl im Jahr 2021.
Bei den Erststimmen für Carl Christian Hirsch erreichte die CDU 40,1 Prozent.
Die Zugewinne bei der Alterative für Deutschland (AfD) fielen deutlicher aus. Mit 29,3 Prozent bei den Zweitstimmen lag sie 10,3 Prozentpunkte über dem Ergebnis von 2021, als sie 19 Prozent erreichte. Besonders stark ist die AfD in Unterschwandorf, wo sie einen Anteil von 42,4 Prozent hat. Im Bezirk Haiterbach 1 sind es 35,8 Prozent.
Bei den Erststimmen für Kandidat Miguel Klauß landetet die AfD bei 28,9 Prozent in der Stadt Haiterbach.
Die Grünen sind in der Kuckucksstadt drittstärkste Kraft. Mit 15,1 Prozent bei den Zweitstimmen lagen sie allerdings 3,8 Prozent hinter dem Ergebnis der Wahl 2021. Direktkandidat Fynn Rubehn bleibt mit 10,5 Prozent hinter dem Ergebnis der Partei zurück.
Daniela Steinrode über SPD-Ergebnis
Nach dem Haiterbacher Ergebnis bleibt die SPD unter der Fünf-prozent-Hürde. 4,3 Prozent holen die Sozialdemokraten bei den Zweitstimmen. Das ist ein Verlust von 1,8 Prozent im Vergleich zu der Wahl 2021.
Bei den Erststimmen für Direktkandidatin Daniele Steinrode steht die SPD mit 9,2 Prozent deutlich besser da als dem Ergebnis für die Partei.
Zu den verlieren gehört auch die FDP, die am Sonntag in Haiterbach 4,7 Prozent der Zweitstimmen holte, nachdem die 2021 auf 11,9 Prozent kam. Direktkandidat Johannes Feldmann erreichte 4,8 Prozent.
Die Linke ist mit zwei Prozent bei den Zweitstimmen und 2,4 Prozent für Thomas Hanser deutlich abgeschlagen.