Am 14. März können die Bürger für die Landtagswahl ihre Stimme abgeben. Foto: © Christian Schwiers – stock.adobe.com

Die Landtagswahl am 14. März findet unter besonderen Vorzeichen statt. Weil die Stadt wegen der Corona-Pandemie einen Anstieg der Briefwähler erwartet, wurde die Zahl der Briefwahlvorstände von drei auf sechs verdoppelt.

Freudenstadt - Die Landtagswahl ist grundsätzlich eine einfache Sache. Da jeder Wähler nur eine Stimme hat, sind die Wahlzettel erfahrungsgemäß schnell ausgezählt. Die Kernstadt ist in elf Wahlbezirke unterteilt, hinzu kommen sechs Bezirke in den Stadtteilen. 13 Wahllokale sind rollstuhlgerecht. Neu ist in diesem Jahr, dass es in Wittlensweiler und Dietersweiler jeweils nur einen Wahlbezirk gibt, bisher waren es zwei.

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Von 8 bis 18 Uhr können die Bürger am Wahlsonntag in den einzelnen Wahllokalen ihre Stimme abgeben. Jeder Wahlberechtigte darf nur in dem Wahlraum wählen, der auf der Wahlbenachrichtung vermerkt ist. Diese Benachrichtigung und der Personalausweis oder Reisepass müssen mitgebracht werden. Bürger, die einen Wahlschein zur Briefwahl beantragt haben, dürfen ihre Stimme auch in einem beliebigen Wahlbezirk des Wahlkreises (Kreis Freudenstadt) abgeben.

Personen ohne Maske dürfen maximal 15 Minuten ins Wahllokal

Bei der Landtagswahl müssen in diesem Jahr einige besondere Regeln beachtet werden. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, muss im jeweiligen Wahlgebäude ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Vor dem Betreten des Wahllokals müssen die Hände desinfiziert werden. Im Gebäude muss eine medizinische Maske oder ein Atemschutz, der dem Standard FFP 2 oder vergleichbar entspricht, getragen werden. Ausgenommen sind Personen, die durch ärztliche Bescheinigung nachweisen können, dass ihnen das Tragen einer Maske aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Sie dürfen sich von 8 bis 13 Uhr und 13 bis 18 Uhr höchstens 15 Minuten im Wahllokal aufhalten.

Außerdem sollte für das Ausfüllen des Stimmzettels aus Gründen des Infektionsschutzes ein eigener Stift mitgebracht werden. Wer die Wahl beobachten möchte, muss seine Kontaktdaten hinterlassen. Besonders groß ist in diesem Jahr das Interesse der Wähler an der Briefwahl. Annegret Graf, Leiterin der Landtagswahl bei der Stadtverwaltung Freudenstadt, hatte bis Dienstag bereits 3800 Briefwahlanträge vorliegen. Bis Ende dieser Woche, so rechnet sie, trudeln die Unterlagen bei den Antragsstellern ein. Viele Wahlberechtigte, so hat Graf festgestellt, nutzen das Online-Verfahren, um die Wahlunterlagen anzufordern. Das gewährleiste eine fehlerfreie Arbeit in der Stadtverwaltung.

Briefwahl auchkurzfristig möglich

Wer kurzfristig von der Briefwahl Gebrauch machen möchte, kann sich am Samstag, 13. März, von 10 bis 12 Uhr und am Wahlsonntag von 8 bis 15 Uhr die Briefwahlunterlagen im Rathaus besorgen. Er muss sich dann aber sputen, denn bis 18 Uhr müssen am Sonntag, 14. März, die roten Umschläge im Rathaus in Freudenstadt eingegangen sein. Im Foyer des Rathauses steht auch eine Wahlurne, in die bis zum Wahltag der Brief eingeworfen werden kann. Annegret Graf rät, mit der Post die Wahlbriefe rechtzeitig abzuschicken. Am Samstag reiche das nicht mehr.

Für einen möglichst reibungslosen Ablauf der Landtagswahl wurden die Teams in den Wahllokalen von bisher drei auf vier Personen verstärkt. Das sei notwendig, denn man benötige bei dieser besonderen Wahl eine Person pro Team, die auf die Einhaltung der besonderen Vorschriften achtet, so Graf. In den sechs Briefwahlvorständen sind bis zu zehn Personen eingesetzt, um die Flut der Wahlbriefe zu bewältigen.

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