Oliver Friebolin freut sich über die gute Wahlbeteiligung, die über dem Durchschnitt liegt. Die Prognosen hätten das Ergebnis erwartbar gemacht.
Aktive Parteipolitik gibt es in Eimeldingen nicht. Bei den Kommunalwahlen gibt es eine Wählerliste für alle. Parteipolitik gibt es für die Gemeinderäte nicht und ebenso gehört Bürgermeister Oliver Friebolin keiner Partei an.
Die Einwohner von Eimeldingen haben aber natürlich eine politische Meinung und hatten zahlreich ihre Stimmen abgegeben. Friebolin erinnert sich an keine so hohe Wahlbeteiligung, wie bei dieser Landtagswahl. Mit 70,1 Prozent liegt sie gegenüber 2021 mit 62,3 Prozent klar höher. „Wir liegen hier zudem über dem Durchschnitt im Wahlkreis“, erklärt der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Redaktion. Mehr sei in dieser Hinsicht immer besser. Friebolin war selbst im Wahllokal und zeigt sich positiv. „Ich habe einige Einwohner gesehen, die ich noch nie bei der Wahl gesehen habe“, sagt Friebolin.
Für den Bürgermeister war es klar, dass die Wahl knapp ausgeht und zwar zwischen den Grünen und der CDU. Die Grünen hätten im Land „keinen so schlechten Job gemacht“, findet Eimeldingens Bürgermeister. Manuel Hagel habe gegenüber Cem Özdemir gut abgeschnitten, wobei er die CDU weiter vorne gesehen habe. Auf Wahlkreisebene sei Sarah Hagmann (Grüne) oft in Eimeldingen präsent gewesen. Dass es im Wahlkreis zwischen Hagmann und Peter Schelshorn (CDU) so knapp ausgeganten ist, habe ihn überrascht. Es lagen nur 106 Stimmen zwischen den beiden Kandidaten.
Die SPD sei vermutlich noch für die Bundespolitik abgestraft worden. Ebenso habe sicherlich eine Rolle gespielt, dass Grüne und CDU den neuen Ministerpräsidenten stellen wollten.
Parteipolitisch direkt zu und über die Parteien will sich Friebolin nicht äußern, dass stehe ihm nicht zu, er gehöre keiner Partei an.
Die CDU konnte in Eimeldingen zulegen 27,3 und 26,0 Prozent bei den Erst- beziehungsweise Zweitstimmen. Die Grünen haben Stimmen verloren, landeten aber dennoch bei 26,5 beziehungsweise 32,2 Prozent. Bei den Erststimmen lieferte die SPD ein sehr gutes Ergebnis, 14,7 Prozent für Jonas Hoffmann, bei den Zweitstimmen nur 7,7 Prozent, vor fünf Jahren waren es noch 14,4 Prozent. Die FDP holte 4,0 und 3,3 Prozent gegenüber vor fünf Jahren 9,7 Prozent. Die AfD hatte im Jahr 2021 noch 9,7 Prozent und legte zu auf 17,7 und 17,4 Prozent.
Ein Lob will Friebolin der Verwaltungsmitarbeiterin Andrea Maus aussprechen. Sie ist für den Ablauf der Wahlen verantwortlich: „Sie hat einen hervorragenden Job gemacht, alles bestens vorgeplant und alles sauber bewältigt.“ Ärger gab es in Eimeldingen aber in Sachen Post. Mit den Briefwahlunterlagen habe es nicht so reibungslos funktioniert, erklärt der Bürgermeister.
761 Stimmzettel im Wahllokal 531 Briefwähler, das sei eine anspruchsvolle Aufgabe beim Auszählen gewesen. Für ein zweites Wahllokal, wie einst im Kindergarten, hätten einfach die Helfer gefehlt.