Am kommenden Sonntag findet die Landtagswahl in Baden-Württemberg statt – Briefwähler aus Aach und Hallwangen werden für die Statistik relevant.
Die Briefwahl wird immer populärer. Waren es bei der Bundestagswahl 2017 noch 28,6 Prozent, die ihre Stimme per Brief abgegeben haben, waren es 2021 fast 50 Prozent. In der Corona-Pandemie hatten vermehrt Menschen von der Briefwahl Gebrauch gemacht.
Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 sind die Briefwähler mit 37 Prozent zwar zurückgegangen, im Vergleich zur Briefwahlbeteiligung vor der Pandemie bleibt die Zahl aber dennoch auf einem hohen Niveau.
Es bleibt spannend, wie sich die Zahlen an der kommenden Landtagswahl entwickeln werden. Bei der Landtagswahl 2021 lag die Briefwahlbeteiligung bei 51,5 Prozent – ein Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zur Wahl im Jahr 2016.
Altersgruppen und Geschlecht sind relevant
Ein besonderes Augenmerk liegt bei dieser Wahl auf den Briefwählern in den Dornstetter Stadtteilen. Ihre Stimmabgaben werden nämlich für die repräsentative Wahlstatistik herangezogen. Betroffen sind die Stimmberechtigten in Aach und Hallwangen, die eine Briefwahl beantragt haben.
Die Briefwähler erhalten einen Sonderstimmzettel, auf dem die entsprechenden Unterscheidungsmerkmale – Altersgruppe und Geschlecht – bereits aufgedruckt sind. Sie selbst müssen keine zusätzlichen Angaben machen.
Unterschieden wird in zehn Altersgruppen: 1956 und früher, 1957 bis 1966, 1967 bis 1976, 1977 bis 1981, 1982 bis 1986, 1987 bis 1991, 1992 bis 1996, 1997 bis 2001, 2002 bis 2005 und 2006 bis 2010.
Einer von 86 Briefwahlbezirken
„Die Wahlstatistik ist eine Stichprobenerhebung, die nach Geschlecht und Altersgruppen Auskunft über die Anzahl der Wahlberechtigten, der Wählerinnen und Wähler, deren Wahlbeteiligung und Stimmabgabe gibt“, schreibt das Statistische Landesamt in einer Mitteilung. Personenbezogene Daten wie Name, Anschrift und Geburtsdatum erhebe das Amt nicht, das Wahlgeheimnis bleibe gewahrt.
Die Wahlbezirke werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, heißt es weiter in der Mitteilung. 2,5 Prozent (272) der insgesamt 11 000 Wahlbezirke in Baden-Württemberg werden für die Statistik herangezogen – 186 davon sind Urnenwahlbezirke, in 86 Bezirken wird die Briefwahl beleuchtet. Als Voraussetzung gilt: Es müssen 500 Wähler ihre Stimme abgeben.
Die Briefwahlunterlagen können in Baden-Württemberg noch bis zum 6. März um 15 Uhr beim zuständigen Bürgermeisteramt beantragt werden. Damit die Stimme gültig ist, muss der Stimmzettel am Wahlsonntag bis 18 Uhr eingegangen sein.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels haben wir fälschlicherweise geschrieben, dass die Briefwähler in Dornstetten für die repräsentative Wahlstatistik zusätzliche Angaben auf einem gesonderten Stimmzettel ausfüllen müssen. Die Wähler müssen keine zusätzlichen Angaben ausfüllen. Die entsprechenden Unterscheidungsmerkmale sind auf dem zugesendeten Stimmzettel bereits aufgedruckt.