Weniger Bürokratie und mehr Assistenten für Schulleiter – damit will die CDU-Landtagsfraktion Lehrkräfte entlasten. Das Wahlprogramm sieht auch andere Maßnahmen vor.
Bei ihrer letzten Jahresauftaktklausur vor der Landtagswahl hat die CDU-Fraktion im Landtag sich die Entlastung von Lehrkräften und Schulleitungen in Baden-Württemberg auf die Fahnen geschrieben. Unter anderem plädieren die CDU-Abgeordneten für Bürokratieabbau in den Schulen. Um eine entsprechende Agenda zu entwickeln, wollen sie eigens eine Kommission einsetzen, die mit Vertretern aller Verwaltungsebenen und Schularten besetzt werden soll. Darüber hinaus will die Fraktion zur Entlastung von Schulleitern deren Unterrichtsverpflichtung weiter reduzieren und den vor zwanzig Jahren begonnenen Modellversuch mit Schulverwaltungsassistenzen „im Dialog mit den Schulträgern schrittweise in die Fläche“ des Landes ausrollen.
Mehrjährige Verträge für Angehörige multiprofessioneller Teams
Besonders in Schulen, die viele Schüler aus sozial benachteiligten Familien haben, setzt die CDU auf den verstärkten Einsatz multiprofessioneller Teams, die die Lehrkräfte im Unterricht unterstützen. Angehörige solcher Teams – das können Sozialarbeiter, Psychologen, Erzieher oder andere Berufsgruppen sein – sollen nach dem Beschluss der der CDU-Abgeordneten bei ihrer Klausursitzung die Chance auf mehrjährige Verträge bekommen. Außerdem will die Fraktion sich für Veränderungen an der Startchancenförderung des Bundes einsetzen.
Mit dieser Positionierung bekräftigt die scheidende Landtagsfraktion einige Punkte aus dem Wahlprogramm für die Schulpolitik in der kommenden Legislaturperiode, die im Dezember vom Parteitag beschlossen wurden. Nicht aufgegriffen wurde in dem Klausurbeschluss die Passage des Wahlprogramms, wonach Schulleiter „wirksame, rechtskonforme Werkzeuge“ erhalten sollen, „um dauerhaft mangelnde Leistungsbereitschaft und Pflichtverletzungen zu adressieren – von strukturiertem Feedback über verbindliche Entwicklungsvereinbarungen bis hin zu abgestuften Sanktionen“. Prüfen will die Partei laut Wahlprogramm auch die rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass Schulleitungen „im Bedarfsfall“ Fortbildungskurse verbindlich anordnen können.