Freiwillig können die Wähler beim Verlassen des Wahllokals Großherzogin-Luisen-Raum einen anonymen Fragebogen ausfüllen, dies fließt in die Hochrechnungen der ARD ein. Foto: Marc Eich

Die Kurstadt hat gewählt. Das Ergebnis ist durchaus eindeutig. In der Erst- wie auch in der Zweitstimme. Andreas Braun geht mit 35,7 Prozent als Sieger aus der Wahl.

In der Erststimme folgt ihm Martin Rothweiler (AfD) mit 25,1 Prozent und Martina Braun (Grüne) mit 22,8 Prozent. Nicola Schurr (SPD) erreicht 7,6 Prozent und die Dirk Eisenbiegler (FDP) 5,8 Prozent. Aynur Karliki liebt bei drei Prozent.

 

In der Zweitstimme kam die CDU auf 32,6 Prozent, die AfD auf 24, hier dicht gefolgt von den Grünen mit 23,7 Prozent. Ginge es nach den Bad Dürrheimern wäre die SPD mit 4,7 Prozent nicht mehr im Landtag, dafür die FDP mit 5,3 Prozent. Der größte Stimmenzuwachs hat die AfD zu verzeichnen. Spitzenreiter ist dabei das Wahllokal 106 Kurstift, hier bekam Rothweiler 37,7 Prozent der Stimmen, in der Zweitstimme bekam die Partei 38,5 Prozent. Im Briefwahlbezirk 3 war es mit 17,5 (Erstimme) und 16,1 Prozent (Zweitstimme) das niedrigste Ergebnis.

So sieht es in den Wahlbezirken aus

Bei der CDU holte Andreas Braun und die CDU prozentual das beste Ergebnis in Unterbaldingen. 41,6 Prozent bei den Erststimmen, 43,4 Prozent bei den Zweitstimmen. Im Wahllokal 106 Kurstift sind es 28 (Erststimmen) und 26,8 Prozent (Zweitstimmen).

Bei den Grünen hat Martina Braun in Öfingen die meisten überzeugt. 30,8 der Erststimmen und 32,1 Prozent der Zweitstimmen kann sie verbuchen. Am unteren Rand steht dabei Biesingen mit 17,5 (Erststimmen und 11,4 Prozent (Zweitstimmen).

In der Gewinn- und Verlustrechnung haben die Grünen 9,2 Prozent verloren, die CDU gewann 8,3 Prozent hinzu, verloren haben jeweils die SPD – 3,4 Prozent und die FDP – 7,7 Prozent. Die AfD gewann auch in der Kur und Bäderstadt hinzu – 11,2 Prozent.

Bad Dürrheim hatte insgesamt 17 Wahllokale, davon waren vier Briefwahlbezirke. Wahlberechtigte waren 9884 Bürger, davon gaben 6850 ihre Stimmen ab, was einen Prozentsatz von 69,3 Prozent entspricht – hier liegt Bad Dürrheim wiederum gut im Landesdurchschnitt. Von den abgegebenen Stimmen waren 78 ungültig, das sind 1,1 Prozent der abgegebenen Wahlzettel.

Bad Dürrheim im Vergleich zum Land

Bad Dürrheim weicht insgesamt mehrheitlichen vom Landesergebnis insofern ab, dass die CDU die Nase vorn hat, während die Grünen verlieren. Dem Landestrend entsprechend gewinnt die AfD. Die SPD verliert nicht ganz so viel, aber die FDP mehr als im Land.

Mögliche Auswirkungen auf die Stadt

Was könnte das nun für Bad Dürrheim heißen? Bekanntlich will die Stadt finanzielle Mittel für einen Neubau des Solemars und hat so gut wie aus jeder Partei mindestens einen Kandidaten in die Stadt geholt, um für sein Anliegen in Stuttgart zu werben.

Mit Cem Özdemir war wohl auch der nächste Ministerpräsident in der Kurstadt und hat Soleluft geschnuppert – ob es hilft, man weiß es zum jetzigen Zeitpunkt nicht, nur dass der Landeshaushalt steht, aber Ende des Jahres in die Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2026/27 eingestiegen wird. Eventuell stehen die Chancen nicht ganz so schlecht für einen Geldsegen aus Stuttgart.