Bis zuletzt blieb es bei der Landtagwahl in Altensteig spannend: Hat die CDU oder die AfD den größeren Stimmenanteil? In Hornberg überraschte das Siegertreppchen derweil.
Die Wahllokale sind geschlossen, die Wahlurnen wurden ausgeleert und insgesamt 4914 Wahlzettel ausgezählt.
Mit 34,2 Prozent der Zweitstimmen haben sich die Altensteiger mehrheitlich für die CDU ausgesprochen. Diese konnte damit im Vergleich zu 2021 gewinnen: Damals waren es noch 30,8 Prozent. Direkt darauf folgt die AfD mit 28,4 Prozent der Stimmen und erreichte damit den stärksten Zuwachs im Vergleich zur Wahl 2021 mit 13,1 Prozentpunkten (Ergebnis 2021: 15,3 Prozent).
Grüne schaffen mit Verlusten den 3. Platz
Die Grünen schafften mit 17,8 Prozent den Sprung aufs Siegertreppchen, mussten aber im Vergleich zu 2021 (23,1 Prozent) herbe Verluste einstecken.
Bei der vergangenen Wahl hatte die SPD noch acht Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, jetzt schaffte sie es bei den Altensteigern nicht einmal mehr über die fünf Prozenthürde: Nur 4,4 Prozent wollten die Sozialdemokraten mehr als die anderen Parteien im Landtag sehen. Die FDP musste den stärksten Verlust von stolzen 7 Prozentpunkten hinnehmen: Sie stürzte von 11 auf 4 Prozent ab. Die Linke erhielt 3,1 Prozent der Stimmen, knapp hinter dem Bündnis C mit 3,6 Prozent.
In Altensteig waren 3556 Menschen in den elf Wahllokalen zur Wahl gegangen, 1358 weitere hatten die Briefwahlmöglichkeit gewählt. Besonders bei den zwei Briefwahlbezirken fiel auf: Die CDU konnte zahlreiche Stimmen auf sich vereinen (40,4, beziehungsweise 39,6 Prozent).
In den Lokalen vor Ort hingegen lieferten sich die Christdemokraten und die AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. So gewann die AfD in Berneck (35,8 Prozent), in der oberen Kernstadt, also der Markgrafenhalle (29,6 Prozent), in Hornberg (38,3 Prozent), Wart (35,9 Prozent) und Walddorf (37,5 Prozent).
Die CDU konnte hingegen den größten Anteil in Garrweiler (40,2 Prozent) und Spielberg (36,2 Prozent) auf sich vereinen. Auch in der unteren Kernstadt machte sie mit 29,5 Prozent das knappe Rennen.
Meist landeten die Grünen auf dem dritten Platz. Die Spanne lag zwischen 11,2 Prozent in Überberg und 22,8 Prozent in der Oberen Stadt. Nur in Hornberg schaffte die Partei es nicht aufs Siegertreppchen, wo das Bündnis C auffällig stark mit 16,3 Prozent auftrat.
68 Prozent der 7229 berechtigten Wähler haben ihre Stimme abgegeben. Die höchste Beteiligung in einem Bezirk hatte Hornberg mit 62,8 Prozent. Das bedeutet in Zahlen: 91 von 145 sind in Hornberg wählen gegangen. Am niedrigsten war die Beteiligung in der Unteren Kernstadt, also im Rathaus. Dort wollte nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben: Nur 427 von 1069 Personen, also 39,9 Prozent, kamen zur Wahl.
Erststimmen gehen an Carl Christian Hirsch
Bei ihren Erststimmen zeigen die Altensteiger, dass sie als Direktkandidaten gern Carl Christian Hirsch von der CDU hätten. Er gewann mit 1860 oder 38,2 Prozent der Erststimmen gefolgt von Miguel Klauß von der AfD mit 1379 Stimmen oder 28,3 Prozent. 11,4 Prozent (556 Stimmen) wollten Fynn Rubehn von den Grünen im Landtag sehen,
Daniela Steinrode (SPD) konnte mit 461 Wählern 9,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, Markus Bender von Bündnis C 225 Stimmen oder 4,6 Prozent, Johannes Feldmann von der FDP 210 Stimmen oder 4,3 Prozent, und Thomas Hanser von den Linken 163 Stimmen, beziehungsweise 3,3 Prozent.
Wenig ungültige Stimmen
Ein kleiner Anteil der Stimmen wurde als ungültig gewertet: Insgesamt 34. Dem standen 4880 gültige entgegen.