Schon bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl hatten mehr Menschen per Briefwahl als im Wahllokal ihre Stimme abgeben. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Wegen der Coronapandemie sollen die Menschen bei der Landtagswahl auf die Briefwahl ausweichen. Doch jetzt gibt es eine landesweite Panne. Ist die Briefwahl dann noch sicher?

Stuttgart - Zahlreiche Briefwähler im Land haben ihre Unterlagen für die Landtagswahl am 14. März doppelt und sogar dreifach erhalten. Allein in der Stadt Bad Krozingen seien 91 Wähler betroffen, berichtete die „Badische Zeitung“. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Fehler, der nur lokal aufgetreten sei, räumte die Landeswahlleiterin Cornelia Nesch gegenüber dem Südwestrundfunk ein. Sie hatte bereits vergangene Woche alle Wahlämter im Land auf das Problem hingewiesen.

Nach Informationen unserer Zeitung hat allein im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald jede zweite Gemeinde mit überzählig verschickten Briefwahlunterlagen zu kämpfen. Offenbar ist das Problem auf einen Softwarefehler zurückzuführen und tritt bei online bestellten Briefwahlunterlagen auf. Einen Wahlanfechtungsgrund sieht Nesch in der Panne nicht. Anhand der Nummern im Wählerverzeichnis ließen sich die mehrfach verschickten Unterlagen nachverfolgen. Sie würden für ungültig erklärt. Die Betroffenen erhielten neue Wählernummern. Wegen der Coronapandemie wird mit einem besonders hohen Briefwähleranteil gerechnet.

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