Markus Thomma absolviert sein Gemeinnütziges Bildungsjahr gerade bei der Stadtverwaltung Trossingen und ist im Briefwahllokal im Vorfeld der Landtagswahl eingesetzt Foto: Cornelia Hellweg

Der Trend zur Briefwahl setzt sich auch in Trossingen im Vorfeld der Landtagswahl am 8. März fort. Und es gibt Änderungen.

Die Spannung steigt bezüglich des Ausgangs der Landtagswahl am Sonntag, 8. März. Der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stellt sich nicht erneut zur Wahl – wer also wird sein Nachfolger? Bei der Stadtverwaltung Trossingen sorgt wieder ein eingespieltes Team für einen reibungslosen Ablauf der Wahl.

 

Im Vorfeld kann man im großen Sitzungssaal des Rathauses die Briefwahl auch direkt machen. „Mit Stand 26. Februar haben wir 2321 Briefwahlanträge erhalten und bearbeitet. Wie viele rote Wahlbriefe (tatsächliche Wähler) wir bereits zurückerhalten haben, zählen wir nicht“, berichtet die städtische Pressesprecherin Sabine Felker-Henn auf Anfrage der Redaktion.

Was ist anders?

Die Zahlen der diesjährigen seien nicht mit den Zahlen der Landtagswahl 2021 vergleichbar. Zum einem wurde das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt, sodass dieses Jahr mehr Personen wahlberechtigt sind. Des Weiteren war die Anzahl der Briefwähler im Jahre 2021 aufgrund der Coronakrise besonders hoch..

Wer von der Briefwahl noch Gebrauch machen will, kann die Unterlagen online bis Donnerstag, 5. März, zwölf Uhr beantragten. Die Unterlagen persönlich vor Ort abholen ist bis Freitag, 6. März, 15 Uhr möglich.

„Wir empfehlen aufgrund des kurzen Zeitfensters, die Briefwahlunterlagen ab spätestens Dienstag, 3. März, persönlich abzuholen, um anfallende Postlaufzeiten zu umgehen und eine Teilnahme an der Wahl sicherzustellen“, so Felker-Henn. Die Briefwahlausgabe befindet sich im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Neun Urnenwahllokale

Die Stadt hat neun Urnenwahllokale und fünf Briefwahllokale. In den Wahllokalen sind etwa 111 Wahlhelfer eingesetzt. Insgesamt sind am Wahlsonntag etwa 140 Wahlhelfer im Einsatz.

Die Auszählung kann im Vergleich zur Landtagswahl 2021 etwas länger dauern. Zum einen haben Wahlberechtigte dieses Mal zwei Stimmen statt nur einer (für eine Person im Wahlkreis und eine Partei auf Landesebene). Zum anderen sind jetzt bereits ab 16-Jährige wahlberechtigt. In Trossingen dürfen am Wahltag am 8. März insgesamt 279 der 16- und 17-Jährigen ihre Stimmen abgeben. Insgesamt sind in der Stadt 10 960 Personen wahlberechtigte.

So viele wie noch nie

„Wir rechnen aber nicht mit einer langen Auszählungsdauer. Die Vorgehensweise der Auszählung entspricht der Auszählung bei der Bundestagswahl, sodass das Ergebnis in einer ähnlichen Zeitspanne festgestellt werden kann“, erläutert die Pressesprecherin.

Rund 7,7 Millionen Menschen sind laut Statistischem Landesamt bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg wahlberechtigt. Das sind nach Angaben der Landeszentrale für politische Bildung so viele wie noch nie. Durch die Absenkung des Wahlalters ist auch der Anteil der Erstwahlberechtigten höher als bei vorigen Landtagswahlen – rund 650 000 Menschen und damit 8,4 Prozent aller Wahlberechtigten können am 8. März 2026 erstmals ihre Stimme abgeben. „Mit Ausnahme des Jahres 2021 ist die Zahl der Wahlberechtigten damit seit der ersten Landtagswahl 1952 von Wahl zu Wahl stets angestiegen.“

Das Briefwahllokal im großen Sitzungssaal ist montags, dienstags und donnerstags von acht bis zwölf Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie mittwochs von acht bis zwölf Uhr und freitags von acht bis 12.30 Uhr geöffnet.

Zur Landtagswahl gibt es einen Wahlomat unter www.wahl-o-mat.de

Diese Personen und Parteien stehen zur Wahl

Landtagswahl 2026
Bei der Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg am 8. März 2026 gehören zum Wahlkreis 55 Tuttlingen-Donaueschingen die Städte und Gemeinden des Landkreises Tuttlingen sowie die Städte Blumberg, Donaueschingen und Hüfingen, zum Schwarzwald-Baar-Kreis gehörig.

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien
Vom Kreiswahlausschuss zugelassene Wahlvorschläge für den Wahlkreis 55 sind Jens Metzger (Bündnis 90/Grüne – Ersatzkandidat Andreas Ragoschke-Summ); Guido Wolf (CDU – Ersatzkandidat Patrick Bossert); Christine Treublut (SPD – Ersatzkandidat Mario Caraggiu); Nikolai Reith (FDP – Ersatzkandidat Michael Steiger); Kay Rittweg (AfD – Ersatzkandidat Peter Stresing); Alexandra Hermann (Die Linke): Christiane Fichter (Volt – Ersatzkandidatin Tonia Seiter). Den Wahlkreis vertreten bisher die Abgeordneten Guido Wolf (CDU) und Niko Reith (FDP) im Stuttgarter Landesparlament