Das Kinzigtal hat sich bei der Landtagswahl 2026 klar zur CDU bekannt: In fast allen Gemeinden setzten sich die Christdemokraten deutlich durch.
Die Grünen waren auf Landesebene bis zu Redaktionsschluss die Gewinner – aber nicht im Kinzigtal. In fast allen Gemeinden hat sich der Großteil der Wähler für die CDU und deren Kandidatin Marion Gentges entschieden. Sandra Boser, die 2021 noch Stimmenkönigin in der Region gewesen ist, und die Grünen haben starke Verluste eingebüßt. In den meisten Gemeinden verlor sie etwa zehn Prozentpunkte. Der Trend geht damit von Grün auf Schwarz. Die Wahlbeteiligung war überall sehr hoch: Im Kinzigtal bewegte sie sich im Durchschnitt zwischen 75 und 80 Prozent. Deutlich zugelegt hat die AfD um Spitzenkandidat Benjamin Rösch. Sie schaffte es im Tal auf Rang drei.
Die Stadt Haslach ist nun schwarz
Etwas mehr als 72 Prozent der Haslacher haben am Sonntag gewählt. Waren die Grünen hier 2021 noch eindeutig die stärkste Kraft, haben sie aktuell an Boden verloren: Von 35,5 sank die Zustimmung der Wähler auf 25 Prozent. Kandidatin Sandra Boser kam nun noch auf 25 Prozent. Freuen können sich die CDU und deren Kandidatin Marion Gentges: 45,6 Prozent der Erststimmen entfielen auf sie – ein Plus von mehr als acht Prozent. Die AfD ist drittstärkste Kraft. Bei Erst- und Zweitstimmen kam sie jeweils auf etwas mehr als 14 Prozent.
Fast 20 Prozent wählen die AfD in Steinach
Wahlfreudig waren die Steinacher: Fast 80 Prozent der Bürger gingen am Sonntag zur Urne. Und auch die Steinacher machten den Trend von grün zu schwarz mit: Die CDU vereinigte mehr als die Hälfte der Stimmen (50,2 Prozent), während die Grünen nur noch auf 23,4 Prozent der Zweitstimmen kamen (2021: 33,8 Prozent). Die AfD bewegt sich in Steinach allmählich in Richtung der Ein-Drittel-Mehrheit: 18,6 Prozent der Wähler machten bei der Partei mit Kandidat Benjamin Rösch ihr Kreuz. SPD und FDP bleiben in etwa unter der Fünf-Prozent-Marke.
Zustimmung zu Gentges in Hofstetten
Bei einer Wahlbeteiligung von 79,3 Prozent gingen 57,3 Prozent der Erststimmen an CDU-Kandidatin Marion Gentges. 2021 hatten die Christdemokraten hier noch 40,2 Prozent geholt. Lediglich 15,6 Prozent der Wähler machten ihr Kreuz bei der aktuellen Wahl bei Sandra Boser, vor fünf Jahren hatten die Grünen 29,5 Prozent geholt. Auf dem dritten Platz rangiert nun die AfD mit 17,5 Prozent, gefolgt von SPD (4,2), FDP (3) und Linke (2,3). Bei den Zweitstimmen gingen 19,1 Prozent an die Grünen und 47,3 Prozent an die Christdemokraten.
CDU holt klaren Sieg in Fischerbach
Mit 53,7 Prozent der Erst- und 44 Prozent der Zweitstimmen holen die Christdemokraten in Fischerbach ein eindeutiges Ergebnis. Vor fünf Jahren hatten noch 38,2 Prozent ihr Kreuz bei der CDU gemacht, auch damals war sie Sieger. Die Wahlbeteiligung ging nun von 71,2 Prozent auf 79,5 Prozent deutlich nach oben. Weit abgeschlagen folgen hinter der CDU die Grünen mit 18,3 Prozent der Erst- und 22,3 Prozent der Zweitstimmen. Bei der letzten Landtagswahl hatten noch 31,3 Prozent die Grünen gewählt. Auf Rang drei folgt nun die AfD.
Gentges in Hausach 16 Prozent vor Boser
66,7 Prozent der wahlberechtigten Hausacher nahmen an der Landtagswahl teil, vor fünf Jahren waren es rund 64 Prozent. 40 Prozent sprachen nun CDU-Kandidatin Marion Gentges ihr Vertrauen aus, 24 Prozent der Erststimmen gingen an Sandra Boser von den Grünen. Auf den dritten Platz kommt Benjamin Rösch (AfD) mit 18,8 Prozent der Erststimmen. 2021 hatte die CDU 24,7 Prozent erhalten, die Grünen 38,4, die AfD 8,1 Prozent. 27 Prozent der Zweitstimmen gingen nun an die Grünen, 32,6 an die CDU und 18,6 Prozent an die AfD.
Deutliches Ergebnis für Christdemokraten in Mühlenbach
Die Mühlenbacher scheint mit seiner CDU-Bürgermeisterin zufrieden zu sein: Auch bei der Landtagswahl schenkten die meisten Bürger den Schwarzen ihr Vertrauen. Deutlich mehr als die Hälfte der Erststimmen (60,2 Prozent) gingen an Kandidatin Marion Gentges und genau 50 Prozent der Zweitstimmen an ihre Partei, die CDU. 12,8 Prozent entschieden sich für Sandra Boser (Grüne). Vor fünf Jahren waren es noch fast 26 Prozent gewesen. Die AfD kam auf sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen auf rund 15 Prozent.
Heimvorteil zahlt sich in Wolfach nicht aus
Bis Redaktionsschluss waren in Wolfach noch nicht alle Wahlbezirke ausgezählt. Der Ortsteil Langenbach-Übelbach fehlte bis dahin. In den anderen Wahlbezirken zeigte sich aber ein eindeutiges Bild: Die CDU ist die stärkste Kraft (37,5 Prozent der Erststimmen, 42,9 Prozent der Erststimmen für Kandidatin Marion Gentges), die Grünen und Kandidatin Sandra Boser rutschen auf Platz zwei mit 27,8 Prozent der Erststimmen und 26,9 Prozent der Erststimmen für Sandra Boser – und das obwohl Wolfach die Heimat der Kandidatin ist.
Lücke von 30 Prozent zwischen Kandidaten in Oberwolfach
Oberwolfach entschied sich zum größten Teil für die CDU und deren Kandidatin Marion Gentges: 51 Prozent der Erststimmen wählten sie. Auf Platz zwei bleiben die Grünen. 2021 waren sie schon auf Rang zwei, nur war damals der Abstand zwischen den Kandidaten deutlich knapper: Marion Gentges kam damals auf 34,3 Prozent, Boser auf 31,9. Nun klaffen fast 30 Prozentpunkte zwischen ihnen. Auch in Oberwolfach kommt die AfD auf Platz drei: Sie vereinigt sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen etwa 14 Prozent.
Grüne verlieren stark an Boden in Gutach
Genau wie in den anderen Gemeinden ist in Gutach das Ergebnis eindeutig: Die Christdemokraten sind auch in der Bollenhutgemeinde die großen Gewinner: Knapp 36 Prozent der Zweitstimmen gingen an die CDU und fast 45 Prozent an Kandidatin Marion Gentges. Die Grünen haben schwere Verluste zu beklagen: Hatten 2021 fast 40 Prozent der Gutacher ihr Kreuz bei Kandidatin Sandra Boser gemacht, waren es nun etwa nur halb so viel. Dahin gegen hat die AfD ihre Stimmenzahl verdoppelt – von knapp neun auf 18 Prozent.
Boser verliert zwölf Prozentpunkte in Hornberg
Hornberg ist nun schwarz: – 44,2 Prozent der Erststimmen gingen hier an CDU-Kandidatin Marion Gentges. 2021 waren es noch 26,3 Prozent gewesen. Sandra Boser (Grüne), die bei der vorangegangenen Landtagswahl 31,5 Prozent noch Stimmenkönigin gewesen war , verlor jetzt deutlich an Zustimmung: Fast zwölf Prozentpunkte hat sie verloren. Der Trend von grün zu schwarz spiegelt sich auch bei den Zweitstimmen wieder. Zweiter Gewinner in der Stadt ist die AfD: Die legte von knapp acht auf 17,5 Prozent zu.