Die Zahlen spiegeln nur bedingt die landesweiten Ergebnisse wieder und sind sehr unterschiedlich.
Eins vorneweg: Die Raumschaft Triberg hat – so wie der ganze Landkreis – ziemlich dazu gewonnen. Denn es werden in einem – ob des geänderten Wahlrechtes viel größeren Landtag – auch mehr Vertreter den Wahlkreis und damit auch die Raumschaft Triberg im nächsten Stuttgarter Landtag vertreten oder mitvertreten.
Aber die Zahlen der Stadt Triberg, ihrer Ortsteile und der anderen Kommunen spiegeln nur bedingt die landesweiten Ergebnisse wieder und sind sehr unterschiedlich.
Der erste Landtagsabgeordnete im Wahlkreis VS ist der Christdemokrat Andreas Braun. Er holte für die CDU das Direktmandat im Wahlkreis. Die Grüne Landwirtin Martina Braun ließ zwar gewaltig Federn, aber sie ist auch wieder im neuen Landtag.
Der Sozialdemokrat Nicola Schurr stand auf dem zweiten Listenplatz der Südbadenliste der SPD und hat es auch deshalb in den Landtag geschafft. Der AfD-Kandidat Martin Rothweiler ist sicher drin aber wohl auch über die Landesliste AfD-Mann Sebastian van Ryt aus Villingen-Schwenningen. Ob die beiden dort jene Erwartungen, die man in Teilen der Region in sie setzt, auch erfüllen können, werden die kommenden fünf Jahre zeigen.
Triberg wählte vor allem christdemokratisch. 38, 8 Prozent der Erststimmen holte Andreas Braun in der Wasserfallstadt, gefolgt vom AfD-Mann Martin Rothweiler (23,8 Prozent) und mit marginalem Abstand zur Grünen Martina Braun, die hier auf 22,8 Prozent der Erstimmen kam. Die SPD war in Triberg deutlich besser als das, was sie landesweit für sich verbuchen konnte. Auf Nicola Schurr entfielen 7 Prozent der Erststimmen, er verlor lediglich 2,9 Prozent und hebt sich damit wohltuend vom desaströsen SPD Landesergebnis ab. Die Ortsteile von Triberg wählten so:
Gremmelsbach Hier holte CDU-Mann Andreas Braun 34,9 Prozent der Erststimmen, Martin Rothweiler bekam 30,8 und Martina Braun 23,3 Prozent der Erststimmen.
Nußbach vergab seine Erststimmen sehr gleichmäßig auf Andreas Braun (CDU) mit 33,2 Prozent und Martin Rothweiler mit 30,2 Prozent. Martina Braun holte hier 24,3 Prozent.
Schonach Herausragend in Schonach war vor allem die Wahlbeteiligung: Sie lag bei 74,1 Prozent. Sogar noch höher als bei der Wahl 2021, da lag sie bei 66,8 Prozent. Die Schonacher wählten mit ihren Erststimmen vor allem christdemokratisch. Beeindruckende 40,1 Prozent entfielen hier auf Andreas Braun, danach platzierten die Schonacher Grünen-Kandidatin Martina Braun mit guten 25,0 Prozent auf den zweiten Rang. Mit etwas Abstand folgte AfD-Mann Martin Rothweiler, der 20,6 Prozent der Erststimmen bekam.
Schönwald Da lag bei den Erststimmen Andreas Braun (CDU) mit 36,5 Prozent vorne. Doch deutlich der Abstand zu Martin Rothweiler (AfD), auf den 27,1 Prozent entfielen. Martina Braun holte für die Grünen in Schönwald immerhin noch 23,8 Prozent. Auch hier war die Wahlbeteiligung mit 69,4 Prozent sehr hoch.