Das Bad Bellinger Rathaus wird noch bis etwa Ende des Jahres umgebaut. Foto: Claudia Bötsch

Die CDU holt in der Gemeinde Bad Bellingen die meisten Stimmen – bis auf eine Ausnahme. Bürgermeister Carsten Vogelpohl überrascht das Ergebnis insgesamt nicht.

Mit 30,7 Prozent der Zweitstimmen ist die CDU bei der Landtagswahl stärkste Partei in Bad Bellingen. Die Grünen kommen auf 27,6 Prozent. Drittstärkste Partei wird die AfD mit 19,7 Prozent, vor der SPD (5,5 Prozent), der FDP (4,1) und der Linken (4,0).

 

Damit hat sich die CDU Bad Bellingen zurück geholt. Bei der Landtagswahl 2021 lagen die Grünen mit 34,2 Prozent der Stimmen noch deutlich vor der CDU (24,5 Prozent).

Die AfD konnte sich im Vergleich zu vor fünf Jahren klar verbessern (2021: 9,5 Prozent), die SPD verschlechterte sich abermals (2021: 9 Prozent). Schlechter schnitt auch die FDP (2021: 11,4 Prozent) ab. Die Linke legte leicht zu (2021: 2,7 Prozent).

Bei den Erststimmen landete Peter Schelshorn (CDU, 31,9 Prozent) mit Abstand vor Sarah Hagmann (Grüne, 23,7 Prozent), Wolfgang Koch (AfD, 19,9 Prozent), Jonas Hoffmann (SPD, 9,6 Prozent), Lars Biesenthal (Die Linke, 4,0 Prozent) und Felix Düster (FDP, 4,1 Prozent).

„Das Ergebnis überrascht mich insgesamt nicht“, kommentiert Bürgermeister Carsten Vogelpohl auf Nachfrage unserer Zeitung den Ausgang der Landtagswahl. Bad Bellingen habe immer schon überdurchschnittlich starke bürgerliche Mehrheiten erzielt, hält Vogelpohl (CDU) fest.

„Leider reiht sich auch das Ergebnis für Rheinweiler ein“, verweist er auf das dortige starke Abschneiden der AfD. Mit 29,2 Prozent (106 Stimmen) ist die AfD in Rheinweiler stärkste Kraft – vor Grünen (27,8 Prozent) und CDU (26,2 Prozent). Auch AfD-Kandidat Koch (29,9 Prozent) konnte die meisten Stimmen für sich verbuchen – vor CDU-Mann Schelshorn (26,9 Prozent) und Sarah Hagmann von den Grünen (22,4 Prozent).

Seit es die AfD gibt, erreiche sie in Rheinweiler Ergebnisse über dem Landesschnitt, so Vogelpohl. „Trotzdem kann man festhalten, dass die demokratischen Parteien in Summe in allen Ortsteilen deutlich vorne liegen“, teilt er weiter mit.

Von der neuen Landesregierung erwarte er sich, „dass sie endlich beherzt Reformen angeht, die der Wirtschaft gut tun, dass sie darauf verzichtet, nationale und europäische Vorgaben noch mal übertreffen zu wollen und dass sie insgesamt Bürokratie abbaut“. Das helfe den Menschen und stärke das Vertrauen in die Demokratie, ist Vogelpohl überzeugt.