Am Freitag dieser Woche tobt in Burladingen der Rathaussturm, doch am 8. März ist die Verwaltung bei der Landtagswahl gefordert. Dafür, heißt es, sei das Team bestens aufgestellt.
Die Hauptfasnet beginnt an diesem Donnerstag, 12. Februar. Am Freitagmorgen, 13. Februar, findet in Burladingen der Rathaussturm statt, zu dem die ganze Bevölkerung eingeladen ist. Es dürfte lustig werden, je nachdem, was die einzelnen Gruppen vorbereitet haben, um Bürgermeister Davide Licht und seine Leute ordentlich durch den Kakao zu ziehen. In der Zentralverwaltung richtet man den ernsteren Blick jedoch bereits auf die Landtagswahl am 8. März.
Interesse an Briefwahl
Wie Ordnungsamtsleiter Martin Paulus unserer Zeitung gegenüber sagte, sind die wichtigsten Vorbereitungen getroffen. Es wurden bereits 1500 Briefwahlunterlagen verschickt. Wie viele es am Schluss sein werden, vermag er nicht abzuschätzen. Bei der zurückliegenden Bundestagswahl im vergangenen Jahr waren es stadtweit rund 3000.
Die Briefwahl ist in der Verwaltung deshalb nicht ganz so beliebt, weil sie Zeit bindet, Aufwand erfordert und letztlich den Steuerzahler Geld kostet. Der Vorbehalt gilt nicht generell, sondern dann, sofern Wähler Briefwahlunterlagen anfordern, sie dann jedoch am Wahlsonntag persönlich abgeben. Das sei recht oft der Fall. „Wenn die Leute schon herkommen, könnten sie doch auch hier einen Stimmzettel ausfüllen und einwerfen“, findet Paulus.
Dauern wird die individuelle Abgabe nicht allzu lange. In den Burladinger Wahllokalen sind neben der Rathausmannschaft weitere Helfer aufgeboten. In den Ortsteilen betreuen Ortschaftsräte und ebenfalls Wahlhelfer den Abstimmungstag. Alles dürfte gewohnt zügig vonstattengehen.
Vier Lokale im Kern
Die Wahllokale in den Stadtteilen sind wie immer in den Rathäusern beziehungsweise in Hörschwag im Bürgerhaus untergebracht. In Burladingen können die Wähler ihr Votum im Bauhof abgeben, im Bahnhofsaal, im Foyer der Trigema-Arena und im Kindergarten Jahnstraße.
Welches Wahllokal für den eigenen Wohnbezirk das richtige ist, entnimmt man der Wahlbenachrichtigung, die allen Haushalten zugegangen sein dürfte.
Wer einen Wahlschein für die Briefwahl anfordert, kann mit diesem Wahlschein und unter Vorlage des Ausweises allerdings überall im gesamten Wahlkreis Hechingen-Münsingen wählen gehen. Die Wahlbenachrichtigung selbst reicht dafür nicht aus, warnt Martin Paulus.
Erstmals zwei Stimmen
Neu bei dieser Landtagswahl: Man gibt erstmals zwei Stimmen ab: Das erste Kreuz für einen der Landtagskandidaten des eigenen Wahlkreises, das zweite für die Partei, die man in kommenden fünf Jahren möglichst stark im Stuttgarter Parlament vertreten sehen möchte.
Die Ergebnisse der einzelnen Auszählungen im Stadtgebiet können am 8. März alle politisch interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger in Echtzeit auf der Homepage der Stadt mitverfolgen. Die Daten werden auch, sobald die ersten eintreffen, auf Großleinwand im Sitzungssaal des Burladinger Rathauses übertragen.
Hauptamtsleiter Paulus sieht dem allem, wie gesagt, entspannt entgegen. „Wir sind vorbereitet.“ Auch ein interner Test mit einer neuen Software, die kreisweit benutzt wird, sei reibungslos verlaufen.
Paulus Zuversicht wird außerdem mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 und die Kommunalwahl 2024 gestärkt. Damals gab es keine Schwierigkeiten und das Rathaus-Team, könnte man sagen, ist wahlerprobt.