Landtagswahl: In Eutingen hat die CDU die Grünen wieder überholt. Foto: bluedesign - stock.adobe.com

Eutingens Bürgermeister Markus Tideman ist SPD. Seine Partei hat nur noch 4,5 Prozent. Die CDU hat wieder die Grünen überholt.

Im Gegensatz zu Empfingen und Horb gibt es in der Stadt, in der Markus Tideman (SPD) regiert, den deutlichsten Umschwung bei der Landtagswahl 2026. Vor fünf Jahren waren hier noch die Grünen mit 26,3 Prozent die stärkste Kraft.

 

Jetzt ist die CDU wieder vorne. Mit 36 Prozent liegen die Schwarzen in Eutingen vor den Grünen mit 22,9 Prozent der Zweitstimmen. Und die AfD liegt auf Platz 3 mit insgesamt 22,7 Prozent.

Und die Partei von Bürgermeister Tideman? Die SPD fällt auf 4,5 Prozent – und hat damit 4,1 Prozentpunkte gegenüber der Landtagswahl 2021 verloren. Damit haben sich die Sozialdemokraten beim Stimmanteil fast halbiert.

Der interessanteste Wahlbezirk in Eutingen ist Rohrdorf. Mit 27,8 Prozent ist er nicht nur die aktuelle Hochburg der Grünen. Auch die AfD holt hier 27,8 Prozent. Die CDU liegt in Rohrdorf mit 29,7 Prozent vorn.

Die absolute AfD-Hochburg in Eutingen liegt in Weitingen-Süd, wo die Blauen 29,1 Prozent geholt haben.

So punktet die CDU in Eutingen

Die CDU-Hochburgen liegen im Südwesten von Eutingen: In Göttelfingen holen die Schwarzen knapp 43 Prozent, in Eutingen Nord knapp 40 Prozent, in Eutingen-Süd 37 Prozent.

Und CDU-Direktkandidatin Katrin Schindele schafft hier, mit 42 Prozent der Erststimmen zehn Prozentpunkte mehr als CDU-Zweitstimmen zu holen. In der CDU-Hochburg kratzt sie mit 47,1 Prozent der Stimmen sogar die 50-Prozent-Marke.

FDP – vom Rekordergebnis zum Verlierer

Die FDP. Holte sie 2021 mit 17 Prozent noch fast ein Rekordergebnis bei der Landtagswahl 2021, bricht sie jetzt in Eutingen massiv ein. Die Liberalen verlieren mit 12,1 Prozentpunkten noch mehr als in Horb (minus 11,9 Prozentpunkte) und bekommen 4,9 Prozent der Zweitstimmen. FDP-Direktkandidat Veit Grünberg sagt: „Ich habe das Gefühl, dass viele Wähler erst kurz vor der Urne entscheiden, was sie wählen.“ Der Vergleich zwischen dem Briefwahlergebnis und dem Urnenergebnis könnten für diese These sprechen. Die Grünen bekamen 25,5 Prozent bei den Briefwählern und 21,7 Prozent der Stimmen im Wahllokal. Bei der AfD waren es 17,8 Prozent Briefwähler. In den Wahllokalen holte sie in Eutingen 24,8 Prozent der Stimmen.