Die ersten Äpfel sind schon reif. Aber wohin damit? Foto: Pixabay

Birnen, Äpfel und bald Zwetschgen: Das Landratsamt informiert, wie überschüssiges Sammelgut weiterverarbeitet oder abgegeben werden kann.

Streuobst kann auf vielfältige Weise verwertet werden – Stichworte sind zum Beispiel: Säfte, Kompotts, Marmeladen, Gelees, Brände, Liköre.

 

Wer selbst nicht alles „verschaffen“ kann, hat in der Region zahlreiche Möglichkeiten, das Obst dennoch einer wertvollen Nutzung zuzuführen, zum Beispiel bei den Obstannahmestellen im Landkreis, bei Mostereien oder Brennereien.

Für den Eigengebrauch lässt sich aus Streuobst einiges machen: Marmelade, Destillate, Liköre, Saft oder Most.

Streuobstwiesen sollten nicht nur wirtschaftlich gesehen werden

Wer seinen Bedarf gedeckt hat, kann sein Streuobst aber auch verkaufen. „Grundsätzlich hat die Ertragskapazität von Streuobst in den vergangenen Jahren gelitten und verzeichnet einen Rückgang“, teilt Steffen Maier, Pressesprecher des Landratsamts, mit. Dies sei vor allem auf die zunehmende Trockenheit und damit auf die unzureichende Wasserversorgung der Bäume sowie auf die Überalterung der Bestände zurückzuführen. „Der Marktpreis für Streuobst ist niedrig im Hinblick auf die geleistete Arbeit, was die Ernte aus wirtschaftlicher Sicht für viele nicht interessant macht“, so Maier. Hier sollen beispielsweise Aufpreisinitiativen gegensteuern.

„Streuobstwiesen sollten jedoch nicht nur wirtschaftlich gesehen werden. Sie sind ein wertvolles Ökosystem für Tier- und Pflanzenarten“, heißt es seitens des Landratsamts. „Die Sortenvielfalt unserer Streuobstbestände gilt es zu erhalten und zu fördern.“

Obst verschenken

Überschüssiges oder nicht benötigtes Obst könne man der Allgemeinheit zur Verfügung stellen – zum Beispiel mit der Aktion „Gelbes Band – Ernten erwünscht“. Denkbar sei ebenso die Abgabe an Schulen, Tafelläden, den Verein für mehr regionales & nachhaltiges Gemüse SoLaWi Zollernalb und ähnliche Einrichtungen. Auch bei Förstern kann nachgefragt werden, ob diese Verwendung für Streuobst haben, zum Beispiel für das Füttern der Wildschweine.

Futter für Wildtiere

„Jäger verwenden für die Zufütterung von Wildtieren bevorzugt den Trester, der beim Pressen von Obst als Abfallprodukt übrigbleibt“, weiß Maier. „Dieser Trester kann in luftdicht verschlossenen Fässern transportiert und über längere Zeit verwendet werden.“