Der Europa-Park benötigt viel Wasser. Foto: Europa-Park

Das Landratsamt erteilte die Erlaubnis, jährlich 3,6 Millionen Kubikmeter Wasser zu entnehmen.

Das Landratsamt Ortenaukreis hat dem Europa-Park die wasserrechtliche Erlaubnis erteilt, jährlich bis zu 3,64 Millionen Kubikmeter Grundwasser aus 18 bestehenden Tiefbrunnen auf dem Parkgelände in Rust zu entnehmen. Darüber berichtet die Kreisverwaltung in einer Mitteilung.

 

Der Entscheidung ging ein umfangreiches Zulassungsverfahren voraus. Das Landratsamt hat dabei zahlreiche Stellungnahmen von Fachbehörden und Umweltvereinigungen geprüft, bewertet und abgewogen, heißt es weiter.

„Das Zulassungsverfahren für die Grundwasserentnahmen des Europa-Parks ist nach fünf Jahren abgeschlossen. Um die Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt belastbar bewerten zu können, wurde dafür unter anderem ein großflächiges Grundwassermodell erstellt“, sagt Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter und zuständiger Dezernent.

Die nun erteilte Erlaubnis fasst alle derzeit vorhandenen Grundwasserentnahmen des Europa-Park auf dem Parkgelände in einer Genehmigung zusammen und regelt die Voraussetzungen für die jeweiligen Entnahmen umfassend, so das Landratsamt. Das Grundwasser aus den 18 Tiefbrunnen auf dem Parkgelände dient dem Betrieb von Attraktionen und der Bewässerung von Grünanlagen; rund zwei Drittel werden für den Betrieb umweltfreundlicher Grundwasserwärmepumpen zur Gebäudeheizung und Gebäudeklimatisierung genutzt. Rund 2,8 Millionen Kubikmeter werden dem Wasserkreislauf über Rückgabebrunnen oder durch Einleitung in oberirdische Gewässer wieder zugeführt.

Der Park strebe an, in den kommenden Jahren zusätzliche Rückgabebrunnen zu bauen, um möglichst viel Grundwasser wieder dem Grundwasserkörper zuzuführen.