Corona: Sieben-Tages-Inzidenz liegt im Kreis bei 95,5

Die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Sigmaringen liegt am Freitag bei bei 95,5 und damit knapp unter dem Wert von 100. Die Notbremse, die alle Lockerungen vom 8. März rückgängig macht, droht derzeit aber noch nicht.

Landkreis Sigmaringen. Die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Sigmaringen ist in der vergangenen Woche erneut angestiegen. Am Freitag lag der Wert bei 95,5. Die britische Virusvariante breitet sich auch im Landkreis Sigmaringen weiter aus.

"Mittlerweile wird deutlich, dass sich das mutierte Virus tatsächlich infektiöser verhält, als das ursprüngliche Virus. Es kommt häufiger zu Folgefällen als noch vor ein paar Wochen", nennt Susanne Haag-Milz, Leiterin des Gesundheitsamts, die Ursache. Derzeit lassen sich etwa die Hälfte der Infektionen auf eine Virusvariante zurückführen. Der Schwerpunkt der Infektionen liegt in Betrieben, Familien, Bildungseinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften. Die Fälle verteilen sich über den gesamten Landkreis.

Aktuell sind im Kreis 195 Menschen an Covid-19 erkrankt, 746 Kontaktpersonen sind in Quarantäne. Die Kontaktpersonennachverfolgung klappe fast ausnahmslos innerhalb von zwölf Stunden.

Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, sind auch Tests ein wichtiges ergänzendes Mittel. Unter www.landkreis-sigmaringen.de/testen gibt es eine Übersicht, welche Praxen, Apotheken und Kommunen Tests anbieten.

Einen Tag lag die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Sigmaringen über der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Nun sank er wieder auf 95,5.

Die sogenannte Notbremse der neuen Corona-Verordnung droht, wenn drei Tage hintereinander eine Inzidenz von über 100 gegeben ist. Dann würden nahezu alle Lockerungen, die zum 8. März, in Kraft getreten sind, wieder rückgängig gemacht.

"Klar ist: Wenn wir uns die Freiheiten, die wir seit 8. März haben, erhalten wollen, müssen wir weiter diszipliniert sein. Die erneute Schließung würde den Einzelhandel hart treffen", mahnt Landrätin Stefanie Bürkle.