Die Aluminiumbrücke für den Radweg zwischen der Kernstadt und Stein über die Starzel ist bereits gebaut. Es war aber sicher, dass das Land 99.000 Euro dafür zuschießen wird. Foto: Thomas Jauch

In Aussicht gestellt war die Stuttgarter Unterstützung schon seit geraumer Zeit. Jetzt ist die definitive Genehmigung für die knapp vier Millionen gleich im Dreierpack angekommen.

Endgültige Förderbescheide in Höhe von insgesamt rund 3,8 Millionen Euro für drei Bauprojekte erreichten jetzt das Rathaus der Zollernstadt. Konkret unterstützt werden damit die weitere Neugestaltung der Zollernstraße, der geplante Radweg-Neubau im Feilbachtal und die neue Fahrrad- und Fußgängerbrücke über die Starzel zwischen Hechingen und Stein.​

 

Gefördert werden alle drei Projekte vom Land Baden-Württemberg auf der Grundlage des „Gesetzes über Zuwendungen des Landes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden (Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, LGVFG)“. Dessen Ziel ist es, nachhaltige und klimafreundliche Mobilität zu fördern sowie die Luftqualität und den Lärmschutz in den Kommunen zu verbessern.

1,73 Millionen Euro für die Neugestaltung der Zollernstraße

​ 1,73 Millionen Euro gibt es für die weitere Neugestaltung der Zollernstraße. Die soll laut Plan Ende dieses Jahres beendet sein. Hinzu kommen für das Straßenbauvorhaben 300.000 Euro aus dem Ausgleichsstock, so dass das Land mit rund zwei Millionen Euro zu dem insgesamt 5,5 Millionen Euro teuren Projekt beiträgt.​

Den Schwerpunkt der Förderung bilden Planungsinhalte zur Verbesserung der Fahrrad- und Fußgängermobilität sowie der Klimaresilienz. Diese soll durch das sogenannte Schwammstadt-Konzept und viel Begleitgrün erreicht werden. Eine reine Straßensanierung wäre nicht gefördert worden, betont die Stadt Hechingen in diesem Zusammenhang.

​Für den Radweg im Feilbachtal und entlang der Bisinger und der Weilheimer Straße wurde der Baubeschluss in der jüngsten Hechinger Gemeinderatssitzung Ende April gefasst. Die Gesamtkosten liegen bei 2,18 Millionen Euro, und das Land steuert 1,95 Millionen Euro bei. „Damit kommen wir auf sagenhafte 89 Prozent Fördermittel“, lässt sich Bautätigkeitsleiter Michael Werner zitieren. Die Zahlen erklären auch, wieso manchmal Projekte doch umgesetzt werden, die man wegen des rigiden Sparkurses eigentlich auf die lange Bank geschoben hätte.

Stadt und Zollernalbkreis teilen sich die Kosten

​Die verbleibenden Eigenanteile des neuen Radwegs teilen sich der Zollernalbkreis und die Stadt jeweils zur Hälfte. Der Baubeginn ist laut der städtischen Pressemitteilung nach dem Sommer geplant. Der Bau wird in zwei Abschnitten erledigt: 2026 und 2027 geht es los von der Fußgängerbrücke Neustraße bis zur Kreuzung von Bisinger Straße und Weilheimer Straße. 2028 folgt Teil 2 entlang des Fasanengartens bis zur Straßenmeisterei.

​Die Rad- und Fußgängerbrücke über die Starzel zwischen Hechingen und Stein ist bereits gebaut. Ein Baubeginn vor der eigentlichen Förderzusage durch das Land war möglich, bekräftigt die Stadt. Zu den Gesamtkosten für die Aluminiumbrücke in Höhe von 290.000 Euro trägt das Land 99.000 Euro bei.