Es gibt noch keine Neuigkeiten vom reanimierten DJK-Spieler Maximilian Richter. Der Schockzustand bei den Donaueschingern, die das tragische Unglück miterlebten, ist nach wie vor groß. Foto: Roland Sigwart

Verantwortliche der DJK Donaueschingen wollen sich nach dem tragischen Zwischenfall aktuell nicht äußern. Der Gegner aus Pfaffenweiler fühlt mit und hat intern schon viel gesprochen.

Es gibt noch keine neuen Nachrichten vom Gesundheitszustand des DJK-Spielers Maximilian Richter. Er befindet sich weiterhin im Schwarzwald-Baar Klinikum. Die Familie des 20-Jährigen hatte am Sonntag darum gebeten, von weiteren Nachfragen Abstand zu nehmen.

 

Der Schock bei der DJK Donaueschingen sitzt nach den schrecklichen Erlebnissen im Landesliga-Spiel gegen den FC Pfaffenweiler tief. Die Verantwortlichen wollen aktuell keine Stellungnahmen abgeben. Auch ist die Frage offen, inwieweit und wann die Mannschaft nach diesem schrecklichen Erlebnis sportlich überhaupt wieder zur Tagesordnung übergehen kann.

FC Pfaffenweiler

Auch beim FC Pfaffenweiler – Gegner und Gäste der DJK Donaueschingen am Samstag – ist der Schock über das Erlebte groß. Das über eine Stunde lange Warten in der Behandlungszeit des DJK-Spielers zehrte auch an den Nerven und Gefühle der Mannschaft und Verantwortlichen beim FCP.

Während einige Spieler mit ihren Donaueschinger Kollegen im Kreis eine Schutzwand um Maximilian Richter bildeten und nahe am Geschehen waren, zogen sich die anderen Akteure des FC Pfaffenweiler zurück und verfolgten mit versteinerten Mienen das Geschehen.

FCP-Spieler Anel Kujovic saß zum Beispiel allein am Torpfosten und fühlte sich sofort an die EM 2021 erinnert: „Mir schossen da Gedanken an den Dänen Christian Eriksen hoch, der damals einen Herzstillstand auf dem Platz erlitten hatte.“

Trainer Karsten Scheu spricht für das gesamte Pfaffenweiler-Team: „Wir hoffen alle, dass Maximilian wieder gesund wird. Nur dies zählt. Es sind Momente, die auf dem Sportplatz niemand erleben möchte. Wir sind alle geschockt, weil es aus dem Nichts passierte.“

Der FC Pfaffenweiler möchte in dieser Woche dennoch normal wieder zwei Mal trainieren. Coach Patrick Anders sagt: „Wir müssen weitermachen, haben aber schon am Samstag mit unseren Spielern das Gespräch gesucht. Vor allem mit denjenigen, die nah dabei standen und geholfen haben. Jeder verarbeitet so etwas anders. Natürlich darf jeder darüber sprechen, wenn er das Bedürfnis verspürt.“

FC Königsfeld

Zurück zum Landesliga-Alltag, der an diesem Wochenende zur Nebensache wurde. Weiter auf den zweiten Saisonsieg warten muss der FC Königsfeld. Beim 2:2 gegen den SC Gottmadingen-Bietingen verspielten die Hausherren eine 2:0-Führung. Trainer Mike Seidel haderte mit diesem Umstand, „weil wir 90 Minuten auf tiefem Boden und später bei starkem Regen immer aggressiv und sehr engagiert gespielt haben.“

Zwei Stürmer des FCK hatten indes Pech: Sven Schwarzwälder, weil er für seinen furiosen Doppelpack in der ersten Viertelstunde zum 2:0 mit der Mannschaft nicht belohnt wurde. „Er hatte direkt danach die die große Chance zum 3:0. Wenn er diese reinmacht, ist die Partie für uns wohl gelaufen“, betont Mike Seidel.

Außerdem war Johannes Storz im Pech. Der zur Pause eingewechselte Youngster „hätte direkt das 3:2 machen können, ja müssen. Er hatte noch einmal zwei Gelegenheiten, aber es hat letztlich nicht sollen sein“, resümierte Mike Seidel.