Adrian Dumitru (links) zieht es zum Türk SV Singen. Aber noch viel mehr Spieler werden den wahrscheinlichen Absteiger Bad Dürrheim verlassen. Foto: Roger Müller

Nur noch ein Wunder kann die Kurstädter in Gottmadingen retten. Viele Leistungsträger gehen. Der FC Königsfeld gastiert beim Donaueschingen-Verfolger Konstanz.

Der letzte Spieltag steht in der Landesliga an. Der FC Bad Dürrheim ist als Tabellenschlusslicht kaum noch zu retten. Der FC Königsfeld hat hingegen den Klassenerhalt in der Tasche und kann beim Top-Team in Konstanz befreit aufspielen.

FC Bad Dürrheim

SC Gottmadingen-Bietingen – FC Bad Dürrheim (Samstag, 16 Uhr). Sollten die Bad Dürrheimer in Gottmadingen gewinnen und der Vorletzte FV Walbertsweiler in Stockach verlieren, dann könnten die Bad Dürrheimer zumindest noch den vielleicht rettenden vorletzten Platz nach dem letzten Spieltag einnehmen.

Aber die Hürde in Gottmadingen dürfte für das sportlich sehr angeschlagene Team um Noch-Coach Francesco De Rosa einfach zu hoch sein. Die Bad Dürrheimer bleiben positiv, sind aber auch realistisch genug, um für ihr wahrscheinliches neues Kapitel in der Bezirksliga zu planen.

Einige Leistungsträger gehen

In dieser Woche wurden interessante Neuigkeiten bekannt: Francesco De Rosa wird in der neuen Saison wieder ausschließlich als Sport-Vorstand in Bad Dürrheim arbeiten. Das neue Trainergespann bilden Massimo Guaglianone und Alex Feucht.

Guaglianone gehört noch dem Trainerteam des FC Gutmadingen an. Feucht ist in der Region als Trainer bekannt.

Die Hoffnung von De Rosa, für den möglichen Neuanfang in der Bezirksliga einige Leistungsträger halten zu können, hat sich zerschlagen.

Adrian Dumitru wechselt zum Türk SV Singen, Torhüter Moritz Karcher hält zukünftig für den SV Seedorf (Württemberg). Auf alle Fälle stehen auch Dejan Savic und Tijan Jallow für den Neuanfang nicht mehr in Bad Dürrheim bereit.

Francesco De Rosa ist jedoch zuversichtlich, „dass wir einen neuen Kader hinbekommen, der in der Bezirksliga eine stabile Rolle spielen kann“.

FC Königsfeld

SC Konstanz-Wollmatingen – FC Königsfeld (Samstag, 16 Uhr). Im letzten Saisonspiel können die Königsfelder ganz entspannt an den Bodensee fahren. Beim Tabellenzweiten sind sie Außenseiter. Der Druck liegt bei den Gastgebern, die unter Zugzwang stehen. Das Team von SC-Trainer Adel Grimm liegt mit 65 Punkten zwei Zähler hinter der DJK Donaueschingen und möchte im Fernduell seine Hausaufgaben machen, sollte der Spitzenreiter im Derby gegen Gutmadingen auf der Zielgeraden noch patzen.

Christian Moosmann

Konstanz kann Meister werden, wenn die DJK verliert. Im Falle eines Remis müsste der SC gegen den FCK mindestens 18 Tore erzielen – utopisch. Zumal sich Königsfeld nach dem 3:2-Befreiungsschlag gegen Radolfzell auswärts ebenso beachtlich in die Sommerpause verabschieden möchte. Für Routinier Christian Moosmann ist es das letzte Spiel nach 30 Jahren im FCK-Trikot. Auf eigenem Platz feierte das Urgestein mit zwei Toren schon einen feinen Ausstand. Im Hinspiel verlor Königsfeld mit 2:4. Um nicht unter die Räder zu kommen, braucht es gegen die starke SC-Offensive 90 Minuten Konzentration und viel Laufbereitschaft, denn die Hausherren sind immerhin seit über acht Monaten ungeschlagen. Mit dem einen oder anderen Treffer möchten die Königsfelder Torjäger Sven Schwarzwälder (14 Treffer), Felix Fehrenbach (10) oder eben Christian Moosmann (9) die Gastgeber etwas ärgern. „Wir wollen uns so gut es geht verkaufen, uns mit einer guten Leistung in die Pause verabschieden“, so Trainer Patrick Fossé.