Kann Dotternhausen den nächsten Derbyerfolg bejubeln? Die bisherige Saisonbilanz spricht eher für Albstadt. Foto: Kara

Die Derbyzeit für Aufsteiger SV Dotternhausen geht weiter: Zwei Wochen nach dem 3:2-Erfolg gegen den TSV Trillfingen gastiert nun am Samstag um 17 Uhr der Tabellendritte FC 07 Albstadt unter dem Plettenberg.

Zum letzten Mal trafen beide Teams in der Landesliga am 15. Mai 2006 in Dotternhausen aufeinander. Damals hatte der FC 07 Albstadt knapp mit 1:0 das glücklichere Ende für sich.

Auch Dotternhausens Trainer Fabio Gallinaro hat eine Albstädter Vergangenheit: Zur Saison1998/99 wechselte der Mittelfeldregisseur von der TSG Balingen zu den Nullsiebenern, wo er zwei Jahre spielte, ehe er zum Oberligisten FC 08 Villingen wechselte. "Es war eine schöne Zeit in Albstadt, nicht nur auf sportlicher Ebene", erinnert sich Gallinaro.

Doch das ist Historie – in der Realität geht es am Samstag sowohl für Dotternhausen, als auch für die Gäste um wichtige Punkte. Das Gallinaro-Team hatte nach seiner Rückkehr in die Landesliga nach vier Jahren Abstinenz ein happiges Auftaktprogramm zu bestreiten mit Spielen gegen die Topteams aus Weiler und Laupheim. Den ersten Punkte verbuchte der SVD beim 1:1 im Derby beim TSV Straßberg; den ersten und bislang einzigen Sieg holten die Grün-Weißen erneut in einem Lokalschlager mit dem 3:2 gegen Trillfingen. Zuletzt musste der SVD trotz einer guten Leistung eine 0:1-Niederlage beim TSV Eschach hinnehmen.

"Wir haben das Spiel eigentlich dominiert, waren die bessere Mannschaft und haben vier bis fünf hundertprozentige Torchancen erspielt. Aber der Gegner war einen Tick cleverer und hat unsere Fehler sofort bestraft – jetzt stehen wir mit leeren Händen da. Aber wir wussten, dass wir es als Aufsteiger nicht leicht haben werden und in dem einen oder anderen Spiel Lehrgeld bezahlen müssen", weiß Gallinaro, der am Samstag die Gäste aus Albstadt in der Favoritenrolle sieht.

"Ohne Frage, der FC 07 ist der klare Favorit. Aber wenn wir einen guten Tag haben und Albstadt einen schlechten, ist vielleicht eine Überraschung möglich. Wir werden am Samstag genauso spielen wie immer – und uns nicht hinten reinstellen - auch nicht gegen Albstadt", kündigt Gallinaro an.

Doch die Nullsiebener können mit breiter Brust unter den Plettenberg reisen: In der Liga gelangen Albstadt zuletzt fünf Siege in Folge – am vergangenen Spieltag wurde der FC Ostrach mit 4:1 bezwungen –und am Mittwochabend zog das Team von Trainer Alexander Eberhart mit einem 4:0-Erfolg gegen den VfB Friedrichshafen ins Achtelfinale des WFV-Pokals ein. Dennoch sieht der Albstädter Coach die Partie in Dotternhausen nicht als Selbstläufer. "Dotterhausen hat in den vergangenen Partien viel Pech gehabt und wurde so um den sportlichen Lohn gebracht. Der SVD hat durchaus eine gewisse Qualität im Kader, eine gute Struktur in der Spielgestaltung und versucht, vieles spielerisch zu lösen", weiß Eberhart über die Stärken des Gegners Bescheid.