Drei Punkte peilen Nico Heckendorf und der TSV Straßberg an. Foto: Kara

In der Landesliga Staffel IV stehen interessante Duelle an. Der TSV Nusplingen muss nach Biberach, für den TSV Straßberg gilt es gegen Schlusslicht Weingarten dreifach zu punkten. 

FV Biberach – TSV Nusplingen (Samstag, 15 Uhr). Den momentanen neunten Rang würden die Nusplinger sicherlich nach dem Ende der Vorrunde unterschreiben, denn dieser würde zur Aufstiegsrunde berechtigen. Doch am siebten Spieltag wartet mit dem FV Biberach ein laut Spielertrainer Wolfgang Narr, "dicker Brocken". der FV legte einen tollen Start hin. Die ersten fünf Begegnungen wurden alle gewonnen, ehe es vor Wochenfrist mit dem 2:3 gegen den spielstarken FV Ravensburg II den ersten Rückschlag gab. Nichtsdestotrotz liegt Biberach mit 15 Punkten aus sechs Begegnungen bei einem Torverhältnis von 24:7 und nur drei Zählern Rückstand auf das Führungsduo FV Olympia Laupheim und FC Mengen ausgezeichnet im Rennen. Die Nusplinger zeigten allerdings beim jüngsten 0:3 gegen Laupheim eine formidable Leistung und ärgerten mit der laut deren weiterem Spielertrainer Thomas Essigbeck "kompakten Defensivausrichtung" den Widersacher mächtig. "Laupheim hat sich viele Fehlpässe geleistet und hatte kaum zwingende Torchancen", fand Essigbeck. "Laupheim steht aber nicht zu Unrecht da oben, weil sie über viele super Einzelspieler verfügen und sehr überzeugend auftreten." "Biberach ist der nächste Gradmesser für uns, ich schätze sie auf einem ähnlichen Niveau wie Laupheim ein", so Essigbeck. "Wolfgang Narr und Christian Butz fehlen aus beruflichen Gründen. Jonas Henne ist gesperrt und Christoph Mengis verletzt, dafür kehren zwei Urlauber zurück", ergänzt Essigbeck, dem die augenblickliche Personalsituation aber nicht allzu sehr bedrückt. "Noch sind wir in der Breite gut aufgestellt."

SV Mietingen – TSV Trillfingen (Samstag, 15 Uhr). Nach sechs Spieltagen nimmt die Tabelle so langsam erste Konturen an. Von daher ist es nicht übertrieben, beim Duell zwischen dem 17. Mietingen und dem 18. Trillfingen von einem Kellerkracher zu sprechen. Während Mietingen momentan bei fünf Punkten steht, verbuchen die bisher sieglosen Gäste erst zwei Zähler auf der Habenseite. "Unsere Situation ist nicht zufriedenstellend. Aber wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen, denn die Tabelle ist nur eine Momentaufnahme. Den ein oder anderen Punkt mehr hätten wir aber schon verdient gehabt", sagt Trillfingens Spielertrainer Dennis Söll und zielt dabei auch auf das jüngste 2:3 gegen Bad Schussenried ab, bei dem er einige "zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen" ausmachte. "Insgesamt hatten wir 65 Prozent Ballbesitz und vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, aber uns hat das Glück gefehlt."

Dies soll sich nun im Kellerduell in Mietingen ändern; der erste Saisonsieg soll endlich her. Die schlechte Ausgangsposition sieht Söll nicht als Handicap an, denn auch der Gegner Mietingen sei nicht gut gestartet.

TSV Straßberg – SV Weingarten (Sonntag, 15 Uhr). Zwar stehen auch der TSV Trillfingen (zwei Punkte) und der SV Kehlen (ein Zähler) noch ohne Saisonsieg da, allerdings hatten diese beiden Teams auch in dem ein oder anderen Spiel, in dem sie mit dem Gegner mindestens ebenbürtig war, nicht das Glück auf ihrer Seite. Aber momentan gibt es in der Landesliga mit dem SV Weingarten nur ein Team, dem die Ligatauglichkeit zum jetzigen Stand abzusprechen ist. Mit 1:31 Toren und 0 Zählern bekleiden die Basilikastädter den letzten Tabellenplatz. Beim 1:7 gegen die TSG Balingen II wurde zwar der erste Saisontreffer erzielt, allerdings war dieses nach dem 0:4 gegen den FV Biberach und dem 0:12 gegen den FV Olympia Laupheim bereits die dritte Klatsche mit mindestens vier Toren Unterschied.

"Weingarten scheint komplett auseinander zu brechen, wenn wir gegen die nicht gewinnen, gegen wen dann", sagt Straßbergs Spielleiter Florian Eisen. "Wir müssen ohnehin punkten", ordnet den momentanen 14. Tabellenplatz mit einem Zähler Vorsprung auf den Viertletzten SV Mietingen und einem Punkt Rückstand auf den Zehntplatzierten SV Ochsenhausen ein. "Die Stimmung ist gut, die Mannschaft soll sich für ihre Bemühungen belohnen", ergänzt Eisen. Dass die Straßberger auch in dieser Begegnung angesichts einiger Ausfälle erneut nicht in Bestbesetzung auflaufen können, sollte gegen diesen Gegner aber nicht von Belang sein, zuletzt erweiterte der an einer Oberschenkelverletzung laborierende Raphael Steinhart das Lazarett. Hingegen könnte Sascha Wissenbach, der in dieser Woche wieder das Training aufnahm, für die Begegnung gegen Weingarten unter Umständen schon eine weitere Alternative sein.

FV Bad Schussenried – SV Heinstetten (Sonntag, 15 Uhr). In dieser Spielzeit hat Heinstetten nach sechs Begegnungen sieben Punkte auf der Habenseite, das Torverhältnis von 7:16 sieht ebenfalls ordentlich aus. Das Team von Trainer Oliver Hack scheint endgültig in der Liga angekommen zu sein, was nicht zuletzt auch das jüngste 2:1 gegen den TSV Straßberg beweist. Nach dem 2:1 gegen den TSV Nusplingen und dem torlosen Remis gegen die TSG Balingen II punkteten die Heuberger auch im dritten Lokalkampf.

"Der Sieg gegen Straßberg hat uns sehr gut getan und gibt Ruhe. Nichtsdestotrotz haben wir noch viel Arbeit vor uns. Spielerisch ist noch viel Luft nach oben", ist sich Heinstettens Trainer Oliver Hack sicher.

Die jüngsten Erfolge seien jedoch gute Voraussetzungen, um auch am Sonntagnachmittag im nächsten Spiel gegen einen vermeintlichen Konkurrenten um den Ligaverbleib, den FV Bad Schussenried, zu punkten. Mit sechs Zählern haben die Kurstädter, die beim jüngsten 3:2 gegen den TSV Trillfingen viel Mühe mit dem Gegner hatten, im Augenblick einen Zähler weniger als die Gäste geholt.