Albstadts Armin Maier kann sich hier durchsetzen. Foto: Kara

Eine Halbzeit im Derby geht an den FC 07 Albstadt, eine Hälfte geht an die TSG Balingen II. Das Ergebnis von 1:5 ist am Ende eindeutiger als der Spielverlauf.

Es gibt solche Spiele, die noch länger in den Trainerköpfen nachrumoren. Das Derby zwischen dem FC 07 Albstadt und der TSG Balingen II war so eines.

 

Vor 310 Zuschauern wurde der schnelle Balinger Jaden Quartey zum „Man of the match“ gekürt. Er hatte selber das vorentscheidende 2:0 in der 53. Minute erzielt.

Albstadt trifft das Tor nicht

Die Geschichte des Spiels war aber eine andere. Der FC 07 musste eigentlich in Führung gehen, kassierte dann kurz vor der Pause das 0:1. Die Gastgeber kamen gut aus der Kabine, waren zunächst besser und mussten dann durch Quartey das 0:2 hinnehmen. Und selbst dann hätten die Blau-Weißen dem Spiel noch eine Wende geben können. Samed Güngör verpasste jedoch den 1:2-Anschlusstreffer. Danach nahm das Unheil aus Albstädter Sicht seinen Lauf.

Das sagt Philipp Wolf

„Albstadt war sehr gut taktisch eingestellt, wir waren ein bisschen überrascht. Mit langen Bällen haben sie versucht hinter unsere Abwehrreihe zu kommen, da hatten wir große Probleme. Wir gehen dann mit 1:0 schmeichelhaft in die Halbzeit“, merkte TSG II-Coach Philipp Wolf an.

Rasen nicht im besten Zustand

Der Rasen im Albstadion war übrigens etwas malträtiert, da in der Vorwoche American Football gespielt worden war. „Es war wohl eine Eintagsfliege, da auf Lichtenbol, wo die ’Albstadt Alligators’ normalerweise spielen, die Duschen repariert wurden“, informierte FC 07-Funktionär Jürgen Estler.

Individuelle Fehler kommen hinzu

Albstadts Spielertrainer Samed Akbaba ärgerte sich über die Dramaturgie des Derbys. „Wir sind eigentlich gut in die Partie gestartet, hatten Balingen die ersten 45 Minuten im Griff.“ Das aktuelle Problem der Nullsiebener ist nicht unbekannt: „Wir brauchen einfach zu viele Torchancen. Ich kann nicht beschreiben, woran es gelegen hat, dass wir das Tor – wie zum 1:2 – einfach nicht machen. Hinzu kommen individuelle Fehler in der Defensive.“

Balinger U23 hat die Qualität

Damit sei eine Frage der Zeit gewesen, wann die Gäste weitere Tore nachlegen. „Die Qualität haben sie auch“, so Akbaba.

Sein Gegenüber sah den Schlüssel zum Sieg in der taktischen Umstellung zur Halbzeit. „Wir haben dann in den zweiten 45 Minute tiefer verteidigt und Albstadt mehr den Ball gegeben. Mit unseren Umschaltmomenten haben wir dann die Gastgeber unter Druck gesetzt. 5:1 hört sich hoch an, ich denke das Ergebnis war zu hoch.“

Erfolgreiche Scher-Kicker

Das Gastspiel des TSV Harthausen beim VfL Nagold war von Erfolg gekrönt. „Meine Mannschaft wollte nach dem 0:6 im WFV-Pokal in Nagold etwas gutmachen. Schon vor dem Spiel waren die Jungs total fokussiert. Wir haben den Matchplan gut umgesetzt und die Räume gut eingedämmt. Ich denke der Sieg gegen einen guten Gegner, der zum obersten Regal der Liga gehört, geht in Ordnung“, resümiert TSV-Trainer Akin Aktepe. Bei den in die Krise geratenen Gastgebern stand mit Elias Bürkle kurioserweise ein Feldspieler im Tor. „Wir haben immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen“, bemängelte VfL-Coach Marcel Schuon. Die Scher-Kicker klettern derweil weiter in der Tabelle.