Felix Flaig (weiß) und der VfB Bösingen könnten mit einem Sieg in Empfingen dem SV Zimmern im Kampf um den Relegationsplatz helfen. Foto: Kara

In der Landesliga Staffel 3 tritt der Viertplatzierte VfB Bösingen am Samstag (16.30 Uhr) bei der auf Rang zwei stehenden SG Empfingen an. Für Empfingen geht es dabei noch um viel.

Zweiter gegen Vierter – auf dem Papier ist es ein echtes Spitzenspiel und setzt vor allem die Hausherren im Rennen um den Relegationsplatz unter Zugzwang. Für den VfB geht es indes mehr um das Prestige und weniger um die Tabellensituation.

 

VfB Bösingen-Trainer Peter Leopold möchte nach dem knappen 1:0-Sieg zuletzt gegen den VfL Pfullingen „daran anknüpfen und ein gutes Spiel abliefern. Empfingen ist immer schwer zu bespielen. Mir ist es aber wichtig, dass wir bis zum letzten Spieltag dranbleiben und versuchen unseren vierten Platz zu halten und das Maximum an Punkten zu holen.“ Nur zu gerne würde Leopold vermutlich endlich einmal drei Punkte in Empfingen mitnehmen.

Bösingen holte bisher erst 21 Punkte auswärts

Daheim haben die Empfinger (27 Zähler ) in dieser Saison etwas Probleme, angesichts von 33 Punkten in der Fremde. Doch bei den Bösingern sind es nur 21 Punkte bei Auswärtsspielen. Zudem gehört Empfingen, wie auch die Gastspiele in Zimmern nicht gerade zu den Lieblingsreisen des VfB – im Gegensatz zu den vielen Heimsiegen gegen das Team von SGE-Trainer Alexander Eberhart.

In Empfingen gab es für den VfB fast nie wirklich etwas zu holen. Letzte Runde verlor Bösingen dort mit 2:3, davor 0:1 und 1:3. Im November 2021 nahm der VfB einen Punkt mit (1:1). Eberhart indes merkt immer wieder an: „Spiele gegen Bösingen sind immer bis zum Schluss eng und heiß umkämpft. Wir wollen natürlich drei Punkte und den zweiten Platz festigen.“ Nach dem Hinspiel zeigte der Empfinger Trainer sich enttäuscht: „Bösingen war klar besser und wir haben verdient verloren.“

Damals gewann der VfB sein Heimspiel gegen Empfingen mit 3:1. Für die SGE war das neben einer Niederlagen gegen die TSG Balingen II, einer gegen den VfL Nagold und einer Pleite vor zwei Wochen gegen den SV Nehren eine von bisher nur vier Saisonniederlagen.

Letztes Wochenende jedoch gewann die Eberhart-Elf beim BSV Schwenningen nach einer guten Vorstellung mit 3:0, verlor nur eines der letzten elf Ligaspiele, eben jenes gegen den SV Nehren. Die gewisse Konstanz bei der SGE verblüfft teilweise, angesichts der sich durch die ganze Spielzeit ziehenden Personalmisere mit vielen Ausfällen.

Breiter Kader kompensiert Ausfälle bei beiden Teams

Ähnlich wie bei den Bösingern hilft allerdings ein breiter Kader die Ausfälle mit zahlreichen Alternativen zu kompensieren – auch die der Torjäger Pascal Schoch und Denis Bozicevic (zusammen 32 Treffer).

Bei einem Sieg könnte die SGE den Vorsprung von drei Punkten auf den Drittplatzierten SV Zimmern wahren. Im Kampf um den Relegationsplatz trifft die SGE an den letzten vier Spieltagen neben dem VfB Bösingen noch auf den TSV Harthausen/Scher, der noch mitten im Abstiegskampf steckt, den FC 07 Albstadt und am letzten Spieltag auf den designierten Meister, der TSG Balingen II.

Für Bösingen geht es in dieser Saison tabellarisch gesehen um nicht mehr viel. der VfB spielt noch gegen Croatia Reutlingen, die Spvgg Freudenstadt, den SC 04 Tuttlingen und eben im Topspiel am Wochenende gegen Empfingen.