Vor einer Herkulesaufgabe steht die SpVgg Freudenstadt an diesem Spieltag gegen den SV Zimmern. Geschlagen geben wollen sich die Freudenstädter aber nicht.
SpVgg Freudenstadt – SV Zimmern (Samstag, 15 Uhr). Die Kurstädter sind immer noch nicht richtig in der Landesliga angekommen. Die derbe Klatsche im Derby beim TuS Ergenzingen war der nächste Tiefpunkt.
„Gar nichts zu verlieren“
Im kommenden Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Zimmern sind die Gastgeber folglich krasser Außenseiter. Was nicht unbedingt etwas zu bedeuten hat. „In diesem Spiel haben wir aber auch gar nichts zu verlieren. Aber so ein Spiel wie in Ergenzingen möchten wir in dieser Saison keines mehr erleben“, sagt Freudenstadts Trainer Elvedin Djekic mit Blick auf die Klatsche.
Die Trainer waren unter der Woche als Psychologen bei ihrer Mannschaft gefragt, um der Sache auf den Grund zu gehen, warum sie sich ab Mitte der ersten Halbzeit beim Auswärtsspiel in Ergenzingen so schlecht präsentiert hat. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir in den ersten 20 Minuten gut mitgehalten haben. Dann kam ein Bruch in unserem Spiel, den sich auch unsere Spieler nicht richtig erklären können. Nach dem Spiel musste ich nur in die Gesichter unserer Mannschaft sehen, wie sie dieses Spiel mitgenommen hat. Wir werden jetzt aber in unserer Situation nicht den Fehler machen, mit dem Hammer auf das Team einzuschlagen. Das wäre völlig verkehrt“, sagt Djekic klar.
Aufgeben ist für ihn aber keine Option. „Es geht immer um die beste Lösung zum Wohle des Vereins und nicht um Einzelschicksale.“
Viele Einzelgespräche
An ein normales Training ist in der jetzigen Situation der Kurstädter nicht zu denken. Viele Einzelgespräche hat das Trainerteam unter der Woche mit den Spielern vorgenommen. Die beste Medizin gegen diese Negativserie wäre ein Erfolgserlebnis – am besten bereits gegen den SV Zimmern.
Dieser ist aber saisonübergreifend seit elf Spielen ungeschlagen und wird mit reichlich Selbstvertrauen im Gepäck gen Freudenstadt reisen. Zuletzt sicherte sich der Tabellendritte dank des späten Doppelschlags von Tadeo Campos drei weitere Punkte gegen den SV Craotia Reutlingen.
Ausfall schmerzt
Wer auf Seiten der SpVgg Freudenstadt die Partie gegen den SV Zimmern beginnen wird, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Definitiv fehlen werden weiterhin die verletzten Caleb Kaupp, Hamza Djekic, Lucas Kroboth und Matthias Weimer. Vor allem der Ausfall des Letztgenannten tut den Kurstädtern richtig weh. „Mit seiner Mentalität und der Art und Weise wie Matze Fußball spielt, würde er in unserer Situation richtig guttun“,, bedauert Djekic den Ausfall von Weimer.