SVZ-Trainer Marc Genter moniert die verschlafenen ersten 30 Minuten bei der 1:2-Niederlage gegen den FC 07 Albstadt.
Es ist schon eine kuriose Konstellation, wenn zwei Trainer-Freunde, die schon zusammen gearbeitet haben (in Zimmern und Gutmadingen) in der kommenden Saison möglicherweise Ligagegner werden.
Zudem blicken beide aus unterschiedlichen Beweggründen aktuell gespannt auf den Endspurt und die Relegation: Marc Genter und der Neu-Trainer der SG Empfingen, Steffen Breinlinger, verbrachten den Sonntagnachmittag beim südbadischen Landesliga-Derby Pfaffenweiler gegen Aasen. Zur Ablenkung. Und um sich mit Späßen gegenseitig aufzuziehen.
Denn Breinlinger hofft natürlich, nicht auf Kumpel Genter zu treffen. „Im Falle eines Aufstieges, können wir ein Testspiel machen, wenn wir in der Verbandsliga spielen würden“ , schmunzelt er. Beide durften indes am Sonntag ihrem Ex-Verein FC Gutmadingen gratulieren, der mit einem 6:1 in Tennenbronn, den dritten Aufstieg in die Landesliga fix machte.
Erste Heimniederlage der Saison für den SVZ
Doch zurück zum Tagesgeschäft des SV Zimmern und „der für mich ernüchternden 1:2-Pleite gegen den FC 07 Albstadt“, so Genter. Nach der ersten Heimniederlage der Saison stellten sich Trainer und Spieler-Co-Trainer Leo Benz die Frage, wie konnte es dazu kommen? „Es war ein gebrauchter Fußballtag. Wir haben eigentlich geschaut, dass wir die Spannung hochhalten wollen bis zum Saisonende. Der Spaß und Ehrgeiz bleibt, wir haben da schon einige Ziele ausgegeben. Am Ende des Tages war es einfach so, dass wir die ersten 30 Minuten nicht wach waren“, resümiert der Coach, der wie ein HB-Männchen die Linie entlang sauste. „Ich versuchte zu löschen, was zu löschen ist. Wir kamen zu keiner Zeit in die Defensivstrukturen, haben auf allen Positionen die Zweikämpfer verloren. Wir haben technisch unsauber gespielt. Folgerichtig lagen wir zurück.“
Auf das 0:2 nach 27 Minuten musste Genter mit dem verletzungsbedingten Wechsel von Leon Kücking reagieren. Von der Bank kommend brachte Routinier Daniel Thieringer etwas mehr Struktur in die Zimmerner Bemühungen.
Spartenleiter Erwin Beck erkannte in der zweiten Halbzeit, „dass sich keiner der Jungs aufgegeben hat. Sie haben alles probiert.“ Genter sah ebenfalls, „dass wir im weiteren Verlauf in der zweiten Halbzeit mehr Ballbesitz und Dominanz hatten. Es fehlten aber die zwingenden Chancen.“ In den restlichen drei Spielen sieht es der Zimmerner Coach nüchtern: „Ich möchte jede der drei Partien gewinnen. Aber es wäre unrealistisch zu glauben, dass die SG Empfingen sich die Relegation noch nehmen lässt.“
Kimi Amon kommt zum SVZ
Personell schaut der SVZ unterdessen bereits auf die neue Runde: Mit Kimi Amon kommt aus der Oberliga-U19 des TuS Ergenzingen ein talentierter A-Junior zum SVZ, „auf den wir uns mit seinem Ehrgeiz und seiner ambitionierten Einstellung mit dem fußballerischen Potenzial sehr freuen“, so Genter. Amon spielte bereits in der SVZ-Jugend, sein Bruder aktuell in der U15. „Unsere Philosophie bleibt es, regionale Talente weiterzubilden.“