Matthias Weimer traf zum zwischenzeitlichen 2:1. Foto: Fritsch

Kein Spiel für schwache Nerven war das Aufeinandertreffen der Tuttlinger und Freudenstädter. Denn mit sieben Toren war in diesem Landesligaspiel einiges geboten.

SC 04 Tuttlingen – SpVgg Freudenstadt 4:3 (1:2). SpVgg-Trainer Elvedin Djekic zeigte sich angesichts der vier Gegentore nach der Partie allerdings kurzzeitig sprachlos. Dabei hatten die Freudenstädter in Tuttlingen gut losgelegt.

 

Bereits nach drei Minuten führte die SpVgg nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite. Ümit-Kaan Celikkol stand am langen Pfosten perfekt und verwertete die Hereingabe zum 1:0. Rund zehn Minuten später führte ein krasser Fehler zum Ausgleich. „Wir dribbeln 16 Meter vor dem Tor, anstelle zu klären“, ärgerte sich Djekic. Kurz darauf ging Freudenstadt aber erneut in Führung nach einem Freistoß köpfte Matthias Weimer den Ball zum 2:1 ins Netz (17.).

Dieses Ergebnis behaupteten die Freudenstädter auch bis zur Pause und zeigten vor allem im Offensivspiel über die 90 Minuten eine gute Leistung. Kurz nach der Pause folgten wilde Minuten. „Alle drei Gegentore, die wir noch bekommen haben, fielen nach dem gleichen Muster. Das sind Fehler, die du in keiner Liga machen darfst. Solche Fehler machen E-Jugendspieler nicht. Anstelle den Gegenspieler zu verteidigen, verteidigen wir den Raum. Das wird in der Landesliga knallhart bestraft“, fasste es Djekic zusammen.

Klarer Foulelfmeter

So stand es innerhalb drei Minuten 3:2 für den SC 04. Doch weitere drei Minuten später glich Dogukan Süzgec nach einem klaren Foulelfmeter die Partie aus. Doch die SpVgg schwächte sich selbst, als der eingewechselte Hamza Moussa mit Gelb-Rot vom Platz musste (62.). „Das war berechtigt, aber wenn man es genau nimmt, müssen vom Gegner halt zwei Spieler mit Rot vom Platz. Einmal wegen Beleidigung und einmal wegen eine Tätlichkeit“, sagte es Djekic aber offen.

Nach einer halben Stunde in Unterzahl, kam, was kommen musste, die Tuttlinger trafen in der Nachspielzeit zum 4:3.

Nach der Partie sagte Djekic: „Keine Ahnung, was ich sagen soll. Mir fehlen die Worte. Wir verschenken die Punkte. Dass wir da stehen, wo wir stehen, ist kein Zufall. Wir haben ein Qualitätsproblem. Das braucht man nicht schönreden. Andererseits haben wir wieder drei Tore geschossen. Über das Spiel nach vorne kann ich nichts schlechtes sagen. Wir wissen nicht erst seit heute, wo wir ansetzen müssen. Unser Hauptaugenmerk muss auf dem Spiel gegen den Ball liegen“, weiß Djekic schon jetzt, welches Programm auf seine Spieler in der kommenden Bezirksligasaison warten wird.

Auf einen Blick

SpVgg Freudenstadt: D. Kübler – N. Armbruster, H. Djekic, T. Aboubakar, Ü. Celikkol, D. Süzgec, L. Schaber, M. Weimer, M. Ade, J. Kroboth, Julian Köhler.

Tore: 0:1 Ümit-Kaan Celikkol (3.), 1:1 Buba Camara (14.), 1:2 Matthias Weimer (17.), 2:2 Marcel Misic (53.), 3:2 Nico Wieneke (56.), 3:3 Dogukan Süzgec (59., Elfmeter), 4:3 Felix Grimm (90.+2.).

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Hamza Moussa (SpVgg Freudenstadt, 62. Minute).

Schiedsrichter: Philipp Lehmann.