Zweimal war die SpVgg Freudenstadt gegen die starken Pfullinger in Führung gegangen – doch es sollte nicht gut ausgehen. Am Ende stand kein Sieg und eine Rote Karte.
SpVgg Freudenstadt – VfL Pfullingen 2:3 (2:2). Deutlich verbessert im Vergleich zu der Klatsche beim SV Zimmern zeigten sich die Kurstädter in ihrem Heimspiel gegen den formstarken VfL Pfullingen. Am Ende hätten die Gastgeber um ein Haar dem Favoriten aus Pfullingen trotz einer halb stündigen Unterzahl noch ein Unentschieden abgerungen. Bitter war dabei für den Tabellenletzten der Landesliga Staffel 3, dass dieser zwar im Verlaufe der interessanteren ersten Halbzeit zweimal in Führung lag, aber postwendend den Ausgleich kassierte. Das bemängelte auch Trainer Elvedin Djekic in der Nachbetrachtung.
Gleich auf fünf Positionen änderte das Freudenstädter Trainergespann seine Anfangsformation im Vergleich zu der Partie beim SV Zimmern. Lucas Finkbeiner im Tor sowie Patrick Ostojic, Adrian Nahodovic, Caleb Kaupp und Ümit-Kaan Celikkol schafften es in die Startelf und es ging gut los aus Sicht der Gastgeber. Bei frühlingshaften Temperaturen hebelte die Gastgeber die schlecht postierte Abseitsfalle der Gäste aus und Patrick Ostojic stellte auf 1:0. Blöd nur, dass die Pflullinger praktisch im Gegenzug den Rückstand egalisierten und dies viel zu einfach. Die Freudenstädter bekamen keinen Zugriff auf der linken Außenbahn und das Zuspiel durch den Freudenstädter Strafraum verwertete schlussendlich Nico Seiz.
Auch bei der neuerlichen Führung durch den Kopfball von Caleb Kaupp nach vorausgegangenem Eckball aus der 19. Minute halfen die Pfullinger mit ihrer Passivität gehörig mit. Der Jubel aufseiten der Spielvereinigung war gerade abgeklungen, da klingelte es auf der Gegenseite. Eine Co-Produktion der beiden gefährlichsten Pfullinger Angreifer Philipp Kendel und Finn Beck vollendete Letztgenannter zum 2:2 (21.).
Danach beruhigte sich die Partie bis auf die gute Kopfballchance von Finn Beck nach einer Hereingabe von Nico Seiz nach knapp einer halben Stunde.
Rot nach Tätlichkeit
In der zweiten Halbzeit waren gerade einmal sechs Minuten gespielt, als nach dem Diagonalball von Tom Ankele Pfullingens Außenangreifer Philipp Kendel der Freudenstädter Hintermannschaft enteilte und die Gästeelf erstmals in Führung brachte. Zwei Minuten später sah Freudenstadts Angreifer Adrian Nahodovic nach einer Kopfnuss gegen Pfullingens Spielführer Nico Seiz Rot.
Die Pfullinger schafften es aber in der Folge nicht, aus dieser nummerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Kurz vor Schluss bot sich Freudenstadt sogar noch die Chance, die Partie auszugleichen. Nach Zuspiel von Matthias Ade hatte der spät eingewechselte Matthias Weimer den Ausgleich auf seinem Schlappen. Das Spiel fand aber aus Sicht der Kurstädter kein Happy End.
Trainerstimme
Elvedin Djekic (SpVgg Freudenstadt): „Wir gehen zweimal in Führung und kassieren im Gegenzug jeweils den Ausgleich. Bei beiden Gegentoren haben wir ganz schlecht ausgesehen. Nach der Pause haben wir in Unterzahl besser verteidigt und können mit etwas Glück sogar den Ausgleich machen. Hut ab vor meiner Mannschaft, wie sie sich auch in Unterzahl reingehängt hat. Ein Punkt wäre am Ende meiner Meinung nach verdient gewesen.“
Auf einen Blick
SpVgg Freudenstadt: L. Finkbeiner – N. Armbruster (46. J. Köhler), H. Djekic, Ü. (63. M. Weimer), (80. K. Nahodovic), D. Süzgec, P. Ostojic (63. P. Göcks), A. Nahodovic, L. Schaber, C. Kaupp, M. Ade, L. Kroboth (52. T. Aboubacar).
Tore: 1:0 Patrick Ostojic (9.), 1:1 Nico Seiz (11.), 2:1 Calep Kaupp (19.), 2:2 Finn Beck (21.), 2:3 Philipp Kendel (49.).
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte (51., Adrian Nahodovic, SpVgg Freudenstadt, Tätlichkeit).
Schiedsrichter: Pavel Popov.
Zuschauer: 150.