Vor dem Duell zwischen dem TuS Ergenzingen und dem VfL Nagold liegt die Favoritenrolle klar aufseiten der Gäste. Für TuS-Coach Florian Schwend ist Nagold ein Top-Team.
TuS Ergenzingen – VfL Nagold (Samstag, 14.30 Uhr). Auf dem Kunstrasen in Ergenzingen kommt es am Wochenende zum heiß ersehnten Lokalduell zwischen dem TuS Ergenzingen und dem VfL Nagold. Schließlich sind die Gastgeber nach zwei Spielzeiten in der Bezirksliga wieder unter den Landesligisten aktiv.
Nagold in der klaren Favoritenrolle
TuS-Coach Florian Schwend blickt mit Vorfreude auf das Prestige-Duell: „Ein Derby ist immer etwas Besonderes. Die Mannschaft freut sich sehr auf das Spiel. Wir freuen uns auf eine tolle Kulisse und ein umkämpftes Spiel auf dem Feld.“
Beide Teams haben gegensätzliche Wochen hinter sich: Ergenzingen hat fünfmal in Folge verloren, während der VfL mit fünf Siegen und einem Remis schon länger zu den formstärksten Teams der Landesliga zählt. „Nagold ist für mich seit Saisonbeginn eines der top-drei-Teams. Sie kommen immer mehr ins Rollen und spielen technisch sowie taktisch einen sehr guten Fußball. Es wird von unserer Seite her auf Kleinigkeiten ankommen“, analysiert Schwend den kommenden Gegner.
Das Derby der Freunde
Das Duell wird aber nicht nur wegen der lokalen Nähe ein hitziger Kampf. „Einige Spieler beider Mannschaften sind befreundet, man kennt sich untereinander“, lässt Schwend durchblicken.
Für wen es das erste Herren-Spiel gegen Nagold sein wird, ist TuS-Stürmer Dave Nzally. Das Eigengewächs spielt seit Saisonstart auf hohem Niveau und konnte trotz der schwankenden Form seiner Mannschaft bislang neun Tore erzielen. „Es überrascht uns nicht, dass Dave so oft trifft. Wir möchten offensiv in jedem Spiel gefährlich sein und Akzente setzen. Es freut mich für ihn, dass er so in den Herrenbereich startet“, lobt Schwend seinen dynamischen Torgaranten.
Auf der Gegenseite herrschen aber ebenfalls Respekt und Überlegtheit – VfL-Coach Marcel Schuon ist sich sicher, dass es für seine Mannschaft in Ergenzingen kein Selbstläufer wird: „Wir müssen zwar Geduld haben, aber dennoch das Tempo hochhalten, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen.“
Schwend noch ohne Remis
Dennoch verrät ein Blick auf die Tabelle, dass der TuS einen überragenden Tag braucht, um Nagold zu ärgern. Die Schuon-Truppe rangiert auf Platz fünf und hat ebenso viele Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze – Ergenzingen muss sich wiederum nach unten orientieren.
Zwölf Punkte aus 13 Spielen und der aktuelle Relegationsplatz sind die derzeitige Realität des Aufsteigers. Ein Unentschieden wäre zudem eine Premiere, denn unter Neucoach Schwend gab es für Ergenzingen bislang nur Siege oder Niederlagen.