Ohne Chance blieben die Freudenstädter beim Auswärtsspiel in Empfingen. Der Tabellenzweite machte es cool, hatte von Minute eins das Spiel im Griff und siegte verdient.
SG Empfingen – SpVgg Freudenstadt 6:0 (2:0). Es war das erwartete Spiel der beiden ungleichen Derbypartner. Empfingen bestätigte die starke Form der letzten Wochen und Freudenstadt konnte nicht mithalten.
Nach nicht mal einer Minute jubelten die Heimfans bereits. Ein Schuss von Philipp Kress wurde noch abgefälscht, Freudenstadt schaffte es nicht zu klären und Robin Schüssler drückte den Ball über die Linie zum 1:0.
Auch danach hatte die SGE die Partie im Griff, Freudenstadt kam erst nach und nach etwas besser ins Spiel, kam aber über 45 Minuten zu keiner Torchance. Auch, da die Gäste „ängstlich spielten“, wie es Freudenstadts Trainer Elvedin Djekic mehrfach bemängelte. „Es wundert mich nicht. Wir sind Tabellenletzter, wir sind abgeschlagen. Was erwarte ich da?“, so Djekic nach der Partie dazu.
Die Empfinger dagegen spielten es variabel und kamen mehrfach zu guten Gelegenheiten. So zum Beispiel Moritz Zug innerhalb von einer Minute in praktisch identischer Situation. Erst flankte Paul Wössner und Zug köpfte freistehend vorbei, danach kam der Ball von Sergen Erdem, aber dieser war etwas zu hoch für Zug.
Das 2:0 fiel dann aber nach einem schnellen Angriff über links und einer Ablage von Philipp Kress auf Sergen Erdem, der lange Eck abschloss (25.). Die beste Aktion danach hatte Zug, aber er traf nur die Latte.
Einwechselspieler mit Schwung
Nach der Pause wechselte Empfingen munter durch. Tim Göttler, Pascal Schoch, Sonay Erdem und Noah Scheurenbrand kamen ins Spiel. Vier Tore ließen die Empfinger danach noch folgen. Besonders die Einwechselspieler waren es, die hier für noch mehr Schwung sorgten und Freudenstadt mehr und mehr müde spielten. Von denen war noch weniger als schon in der ersten Hälfte zu sehen.
Als die Partie gerade abflachte und auch Freudenstadt ab und an den Ball hatte, war es der eingewechselte Schoch, der Torwart Dennis Kübler mit einem Chip zum 3:0 (63.) überwand. Fünf Minuten später traf Sonay Erdem nach einem schönen Steckpass von Kress zum 4:0. Danach dauerte es bis zur Schlussphase und Schoch machte das 5:0. Den ersten Schuss hatte Kübler noch abgewehrt, aber Schoch lief nach und schob den Ball vor dem Keeper ins Tor (81.). Erdem wollte ebenfalls den Doppelpack und nur sechs Minuten später nahm er eine punktgenaue Flanke von Kress direkt und machte das 6:0.
Trainerstimmen
Empfingens Trainer Alexander Eberhart freute sich über den hochverdienten Sieg und den Traumstart. „Wir waren in allen Belangen besser. Wir haben es souverän und erwachsen runtergespielt.“ Sein Gegenüber Djekic sagte dagegen: „Ich kann es nicht schönreden, es war ein riesen Kack. Wir müssen schauen, wie wir da rauskommen.“ Über den starken Gegner aus Empfingen sagte er: „Der Gegner ist immer nur so stark wie wir es zulassen und wir haben heute sehr viel zugelassen.“
Auf einen Blick
SG Empfingen: K. Fritz – D. Rebmann, R. Schüssler, P. Wössner (46. So. Erdem), P. Kress, M. Tittjung (46. N. Scheurenbrand), M. Zug (46. P. Schoch), N. Rebmann, A. Schlecht, Se. Erdem (46. T. Göttler), S. Mihic.
SpVgg Freudenstadt: D. Kübler – H. Djekic (58. N. Armbruster), D. Süzgec (78. G. Kacar) , P. Ostojic (58. P. Göcks), L. Schaber, M. Weimer, C. Kaupp, M. Ade, M. Karaaslan (79. K. Wolff), L. Kroboth (65. T. Aboubakar), J. Köhler.
Tore: 1:0 Robin Schüssler (1.), 2:0 Sergen Erdem (25.), 3:0 Pascal Schoch (63.), 4:0 Sonay Erdem (68.), 5:0 P. Schoch (81.), 6:0 So. Erdem (87.).
Schiedsrichter: Dominik Englmann.