Zum dritten Mal in Folge rettet der SV Seedorf beim 1:1 gegen den VfL Nagold in der Schlussphase einen Punkt. Die Fans attestieren dem Team Moral.
Das größte Lob kam von den eigenen Fans des SV Seedorf, die dem Team nach dem 1:1-Unentschieden gegen den VfL Nagold attestierten, dass die Leistung top war, die Einstellung stimmte und letztlich um jeden Meter Boden und jeden Punkt gekämpft wurde
SVS-Trainer Emanuele Ingrao analysierte die Begegnung aus zwei Blickwinkeln. Das nackte Ergebnis und den Spielverlauf: „Natürlich hätten wir gerne drei Punkte geholt. Weil wir die bessere Mannschaft waren, weil wir deutlich mehr Torchancen und viel Pech hatten.“
Die Umstände: „Es ist schon verrückt. Unsere Leistung war noch einmal besser als beim 1:1 gegen Balingen. Wenn man wie in der Vorwoche unverdient 0:1 hinten liegt, sich nicht aufgibt und an sich glaubt. Dann in der letzten Minute wieder einen Treffer erzielt. Da möchte ich als Trainer schon sagen, dass ich stolz auf die Mannschaft bin. Wer sich so im Abstiegskampf präsentiert, der hat es selbst n der Hand den Klassenerhalt zu schaffen.“
„Auch wenn es in drei Heimspielen hintereinander drei 1:1-Unentschieden gab, „es sind dreimal späte Ausgleichstore gewesen und somit für mich drei gewonnene Punkte.“ Ingrao vergaß in der Rückrunde sogar noch das späte 4:4 in Schwenningen, womit die Seedorfer absolut das Last-Minute-Team der Liga darstellen.
Spannender Endspurt in Tübingen und Mühlheim
Die Kehrseite der Medaille: Die insgesamt fünf Unentschieden in den vergangenen sechs Spielen ohne Sieg kosteten satte 13 von 18 möglichen Zählern. Der SSC Tübingen gewann bei einem seit Wochen überragend punktenden VfL Mühlheim unerwartet mit 5:1. „Da können wir nur auf uns schauen, unsere Aufgaben lösen und es selber entscheiden“, sagt Ingrao und fügt an: „Nun sollen aus den letzten beiden Partien beim SSC und gegen die Ettenberger sechs Punkte her. Ich habe natürlich aber auch noch den TSV Harthausen/Scher im Auge, der vier Zähler hinter uns liegt. Die müssen wir hinter uns auf dem direkten Abstiegsplatz halten.“
TSV Harthausen/Scher liegt noch in Lauerstellung
In der Tat: Die Kicker aus der Winterlinger Teilgemeinde haben noch Empfingen,auswärts Reutlingen und am letzten Spieltag – wenn Seedorfzuschauen muss – daheim Absteiger SpVgg Freudenstadt vor der Brust.