Der FC 07 Albstadt überwintert in der Landesliga Staffel 3 auf einem Abstiegsplatz. Beim ehemaligen Verbandsligisten kam in der Vorrunde einiges zusammen.
Fünf Siege aus 17 Spielen sind natürlich viel zu wenig für den traditionsreichen FC 07 Albstadt. Es droht der schwere Gang in die Bezirksliga. Trainer Samed Akbaba sitzt aber fest im Sattel und will das Ruder mit seinem Team herumreißen.
Für Spielertrainer Samed Akbaba zählt kurzfristig nur der Klassenerhalt. „Langfristig ist es natürlich nicht das Ziel des FC 07 da immer im Tabellenkeller ums Überleben zu kämpfen. Man muss aber auch realistisch bleiben. Mit den Voraussetzungen, die wir jetzt haben ist zwar aktuell mehr möglich, doch die nötige Geduld ist von Nöten, damit wir unser langfristiges Ziel auch erreichen.“
Ein Neuzugang steht fest
Der FC 07 Albstadt setzt auf junge Spieler. „In so einer Phase braucht man aber auch natürlich erfahrene Spieler, die solche Situationen schon oft erlebt haben“, sagt Akbaba. Ein junger Neuzugang steht bei den Blau-Weißen schon fest. Mit Dominick Mitrenga kommt im Januar ein Stürmer von der Balinger U19. Der ein oder andere erfahrene Akteur könnte ebenfalls noch dazustoßen.
Hauptmanko Chancenverwertung
Und auch die Landesliga sieht Samed Akbaba stärker als in den Vorjahren. „Ich denke, die Liga ist schon stärker, doch es ist auch so, dass wir sehr viele Spiele auch für uns hätten entscheiden können, es aber nicht getan haben. Unser Hauptmanko ist die Chancenauswertung.“ So stehen nur 15 Treffer in 17 Spielen zu Buche und dazu eine Vielzahl an ausgelassenen Chancen. „Das gehört für eine junge Mannschaft dazu, auch die individuellen Fehler bei den Gegentoren“, zeigt der FC 07-Coach Verständnis. Doch in der Vorrunde kam schon einiges zusammen. Man kann durchaus von einer Seuchenvorrunde sprechen.
Spielglück ist abhanden gekommen
Die Gründen sind vielfältig: „Bis zum 13. Spieltag haben wir nie mit der gleichen Elf auftreten können. Immer wieder – vor allem in der Viererkette – mussten wir improvisieren.“
Zudem fehlte jegliches Spielglück. „Das beste Beispiel ist unser Heimspiel gegen die SG Empfingen im Albstadion. Da haben wir 90 Minuten auf ein Tor gespielt, dann zwei individuelle Fehler gemacht und das Spiel 0:2 verloren. Und auch in Freudenstadt führen wir 1:0 und Samed Güngör läuft alleine aufs gegnerische Tor zu. Er hatte den Torwart schon ausgespielt und musste nur noch ins leere Tore einschieben, doch der Ball ging an den Pfosten. Es ist kaum zu erklären, aber auch dieses Spiel haben wir 1:2 verloren.“
Abstiegskampf annehmen
Diese Pechsträhne zieht sich wie ein roter Faden durch die Albstädter Vorrunde. „Wir haben jetzt der Mannschaft deutlich signalisiert, dass sie den Abstiegskampf auch annehmen müssen und wirklich in der Rückrunde in jedem Spiel an die Grenzen gehen, um zu punkten, um da unten raus zu kommen und das so schnell wie möglich“, sagt Samed Akbaba.
Schlüsselspieler suchen ihre Form
Die Mannschaft halte auf jeden Fall zusammen, verdeutlicht der Übungsleiter. Die Stimmung sei immer noch positiv. Nicolas Gil Rodriguez macht Hoffnung. Denis Banda wird nach seiner Pause wieder mit dabei sein und auch bei Denis Mazrekaj könnte es wieder aufwärts gehen. Der Torjäger vom Dienst steht aktuell bei sechs Saisontoren.
„Wir brauchen Spieler wie Güngör oder Mazrekaj in Topform. Diese Spieler können den Unterschied machen. Wir haben uns bei der Weihnachtsfeier geschworen, dass wir noch enger zusammenrücken und zusammenhalten werden.“
Entwicklung schreitet voran
Und auch bei den jungen Spielern sieht FC 07-Coach Samed Akbaba – trotz der fehlenden Ergebnisse– die gute Entwicklung. „Alle jungen Spieler machen das gut, doch um drei Spieler zu nennen, ein Lewin Moser, ein Armen Dzaferi und ein Marco Bacher haben einen Riesenschritt nach vorne gemacht“, so Akbaba. 2026 gilt es nun für die Blau-Weißen wieder in die Spur zu finden und regelmäßig zu punkten.