Empfingens Nico Rebmann (in Rot) im Duell mit Bösingens Ben Fischer Foto: Wagner

Die SG Empfingen zeigt aktuell ihre beste Form. Für Bösingen war es eine Lektion: spielerisch mithalten, aber hinten zu schläfrig – das reicht gegen die Besten der Staffel nicht.

Die Hoffnungen auf ein spannendes Topspiel in der Landesliga Staffel 3 hatte die SG Empfingen bereits nach 36 Minuten begraben. Dann stand es 3:0 für das Heimteam, das damit seinen zweiten Platz bestätigte. Für Bösingen, für die es um nichts mehr geht, war das 4:1 am Ende trotzdem bitter. „Wir hatten in der ersten Halbzeit so viele Abschlüsse im Sechzehner“, trauerte VfB-Trainer Peter Leopold den verpassten Möglichkeiten hinterher. Insgesamt war Bösingen nicht die viel schlechtere Mannschaft, der Unterschied war jedoch, dass Empfingen gnadenlos effizient war und blitzschnell nach hinten arbeitete.

 

Dagegen zeigte Bösingen erhebliche Schwächen in der Abwehr. „Wir haben weniger Punkte als wir haben könnten. Wir haben Probleme, diese Bälle (hinter die Kette, Anm. d. Red.) zu verteidigen – agieren zu langsam, geben zu wenig Kommandos. Wir müssen in der neuen Runde diese Dinge abstellen, dann machen wir einen Schritt nach vorne“, blickt Leopold bereits nach vorn.

Den Empfingern, die mit noch einem Sieg die Relegation fix machen können, gönnt er den Sieg trotzdem. „Uns tut es nicht weh, Empfingen kann es brauchen.“ Trotzdem ärgert ihn, dass sein Team gegen die „Großen“ nichts holen konnte. „Ich wollte sehen, wie reif wir sind. Wir haben es aber in Zimmern, in Balingen und auch hier nicht geschafft. Das sind alles Teams, die vor uns sind. Die Tabelle lügt nicht“, weiß der Coach des aktuellen Tabellenfünften.

„Wir wollen alle Spiele gewinnen“

Die Empfinger sind derweil auf Relegationskurs. Am 10. Juni könnte es demnach für sie spannend werden, wenn es gegen den Vizemeister der Landesliga 1 gehen würde. Ernst werden würde es bei einem Sieg am 13. Juni in Wachendorf.

Davon, dass man hierfür noch ein Spiel gewinnen muss, will Trainer Alexander Eberhart aber nichts hören. „Die Mannschaft ist so gefestigt, hat so eine Laune und Bock. Wir wollen alle Spiele gewinnen.“

Derweil ist die SG zudem seit sieben Spielen ohne „gegnerischen“ Treffer. Die beiden Gegentore, die das Team in den 630 Minuten kassierte, waren beide Eigentore. In allen anderen Partien stand hinten die Null.

Dass die SG nun wieder sechs Punkte vor dem SV Zimmern liegt, hat auch mit dem unerwarteten Sieg des fast schon sicheren Absteigers von der Alb zu tun. „Da danke ich dem FC 07 Albstadt, wenn man sie braucht, sind sie da“, sagt der Bisinger über seinen Ex-Verein. „Es ist kein Geheimnis, dass sie mir nahe sind.“