Während Noa Schade (links) und Jonas Schwer (rechts) für den FC Pfaffenweiler vor der Pause jeweils einen Treffer erzielten, gab es für Lars Ganzhorn und Marko Karagaca mit dem FC Königsfeld kein Durchkommen. Foto: Holger Rohde

Mit drei Treffern in der ersten halben Stunde überrumpelt der FC Pfaffenweiler den FC Königsfeld im Bezirksderby. Am Ende steht ein klarer Sieg der Hausherren.

Landesliga: FC PfaffenweilerFC Königsfeld 3:0 (3:0). Was für ein Auftritt des FCP im Derby und Topspiel: Der Vizemeister untermauerte seine Heimstärke und blieb im zehnten Spiel ohne eine Niederlage. Bittere Erkenntnis für die Gäste ist, dass sie im fünften Pflichtspielduell in den vergangenen 18 Monaten in Liga und Pokal einfach nicht gegen Pfaffenweiler gewinnen können.

 

FCP kontrolliert das Spiel

Es fing schon gleich mit Anpfiff an, als der FCP ballsicher, passsicher die Kugel durch die Reihen laufen ließ, selber mit seiner variablen Dreier-Fünferkette die komplette Spielfeldbreite sicher verteidigte und so das gefährliche Königsfelder Konterspiel verpuffen ließ. Spielertrainer Jonas Schwer agierte mal als Sechser vor der Abwehr oder zentral zwischen seinen Innenverteidigern, wenn die Außenverteidiger sehr hoch agierten. Dagegen fand der FCK keinerlei Mittel.

Nach vorne wurde es dann in alter FCP-Manier schnell, zielstrebig und konsequent. In der 10. Minute setzte sich Lars Rohrer über die rechte Außenbahn in Richtung Grundlinie durch, flankte zur Mitte und dort köpfte Noah Schade völlig blank mühelos zum 1:0 ein.

Auf diesen Blitzstart folgte keine 180 Sekunden später der nächste Paukenschlag. Luca Baraldi zog diesmal von Links eine Flanke in den Strafraum. Erst köpfte Jallow Saja an die Latte, Königsfeld konnte die Aktion nicht klären und Sekunden später jagte Saja die Kugel mit seinem 18. Saisontreffer zum 2:0 in den Winkel (13.).

Die Gäste kamen in der Folge weiter nicht in einen beruhigenden Spielaufbau. Und bis auf zwei Abschlüsse, die Keeper Max Weisser wegfaustete, blieb der Gast bis zur Pause harmlos. Im Gegenteil: In der 30. Minute kam Jonas Schwer nach einer Ecke am zweiten Pfosten sträflich frei zum Abschluss – 3:0. Königsfeld hatte Glück, als Beraldi per Freistoß nicht noch das 4:0 nachlegte (41.).

Sieg gerät nie in Gefahr

Nach dem Seitenwechsel war nun klar, dass die Gäste entweder alles riskierten für eine Aufholjagd, andererseits ein Debakel vermeiden wollten. Pfaffenweiler zeigte einmal mehr, dass die Kompaktheit in der Defensive ein Faustpfand ist und so geriet der hochverdiente Derbysieg Dank einer ausgefeilten Taktik nie in Gefahr.

Die Stimmen

Die FCP-Coaches Jonas Schwer und Karsten Scheu resümierten den klaren Erfolg: „Es war ein verdienter Sieg. Wir haben nach dem Abtasten mit der ersten Chance das 1:0 erzielt. Der Doppelschlag hat uns mit Spielglück auf die Siegerstraße geführt. Beim 3:0 haben wir unsere Stärken nach Ecken ausgespielt – alle drei Tore fielen zum richtigen Zeitpunkt. Der zweite Durchgang ist schnell erzählt: Es durfte die ersten 15 Minuten nichts passieren, damit der Gegner den Glauben an sich verliert.“

FCK-Trainer Daniel Miletic meinte zur Pleite: „Es war eine in der Höhe verdiente Niederlage. Wir haben alles vermissen lassen. So habe ich meine Mannschaft noch nie erlebt, wir waren mutlos, ohne Ideen. Und konnten nicht auf den Platz bringen, was wir uns vorgenommen haben. Ich kann es mir noch gar nicht richtig erklären. Mit zwei Niederlagen in Folge müssen wir erst einmal umgehen. Wir standen uns heute selber im Weg.“

Die Statistik

FC Pfaffenweiler: Weisser – Bartmann, Scholemann, Ma. Rohrer, Beraldi, Schwer, Pantel (78. Ni. Anders), Baumhäckel, Schade (70. Ohlhauser), La. Rohrer (60. Gür), Saja.

FC Königsfeld: Cheikhi – St. Schwarzwälder, Uljevic (59. Hamurcu), Karagaca, Kroh (59. Spiegelhalter), Colak, Sarr (85. Ad. Goedhuis), Fehrenbach, Sv. Schwarzwälder, Ganzhorn (85. Strohof), Blankenburg.

Tore: 1:0 Schade (10.), 2:0 Saja (13.), 3:0 Schwer (30.).

Schiedsrichter: Pascal Heller (Riedheim-Hilzingen).

Zuschauer: 350.