Zähe Wochen für Ergenzingen: Der blaugekleidete TuS wartet nämlich seit Ende September auf einen Sieg. Foto: Andreas Wagner

Zwischen Tübingen und Ergenzingen stand es bis kurz vor der Pause Unentschieden, doch dann musste der TuS zwei bittere Pillen schlucken.

SSC Tübingen – TuS Ergenzingen 4:2 (3:1). Der TuS Ergenzingen geht derzeit durch eine schwierige Phase. Das Team von Florian Schwend hat beim SSC Tübingen mit 2:4 verloren und damit im siebten Spiel hintereinander nicht gewonnen. Somit ist die Schwend-Truppe das formschwächste Team der Liga, was sich auch am Sonntag in der Unistadt nicht änderte.

 

Der TuS verliert den Fokus

Dabei war es eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe: Auf das 1:0 von Tübingens Felix Müller (13. Minute) antwortete Julian Ziegler in der 36. Minute mit dem Ausgleich. Doch ab der 44. Minute schlug der SSC durch Mario Kuhn und Lars Lack doppelt zu.

„Es ist frustrierend, dass der Gegenspieler beim 1:2 knapp zwei Meter im Abseits steht. Danach haben wir uns mehr mit dieser Entscheidung als mit dem Spiel beschäftigt und waren mit dem Kopf nicht mehr auf dem Feld“, bilanziert Schwend die ersten 45 Minuten.

Nach einer knappen Stunde verkürzte Robin Hünig auf 2:3, doch in der 88. Minute bekam Tübingen einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Dennis Schanz seinen Gegenspieler im Laufduell zu Fall gebracht hatte. Ali Hamdar verwandelte den Strafstoß anschließend zum 2:4. „Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl belässt man die Entscheidung nur bei einem Elfmeter. Es war sein zweites Foul, und dafür hat er die zweite Verwarnung bekommen“, haderte Schwend im Nachgang mit dem Platzverweis.

Strafstoß zurückgenommen

Vor allem deshalb, weil es kurz nach dem Seitenwechsel eine andere strittige Szene gab: „Es wurde zuerst auf Handelfmeter für uns entschieden, aber der Linienrichter hat die Entscheidung zurückgenommen, obwohl es ein hundertprozentiger Handelfmeter war.“

Aus Schwends Sicht wäre eine Punktteilung fair gewesen: „Die Knackpunkte waren die zwei Gegentore vor der Pause. Davor war es ein Unentschiedenspiel – beide Teams haben nervös gespielt und mit langen Bällen agiert. Es war ein ungewöhnliches Spiel, denn man hat beiden Seiten die Wichtigkeit dieser Partie angemerkt.“Durch die Ampelkarte wird Schanz seiner Mannschaft am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den VfL Mühlheim fehlen. „Mühlheim erwarte ich etwas robuster als den SSC. Am Sonntag müssen wir liefern, um nicht abgehängt zu werden. Den Druck haben wir uns aber selbst gemacht“, reflektiert Schwend die bisherige Landesliga-Kampagne seiner Truppe.

Aufstellung und Spielinfos

TuS Ergenzingen: J. Majhen; M. Hofmann, S. Walser, N. Beurenmeister (68. L. Wüst), D. Nzally, D. Schanz, R. Hünig (84. M. Beck), M. Vogel, N. Bogensperger, C. Materazzi, J. Ziegler.

Tore: 1:0 (Felix Müller, 13.), 1:1 (Julian Zieger, 36.), 2:1 (Mario Kuhn, 44.), 3:1 (Lars Lack, 45.+1), 3:2 (Robin Hünig, 58.), 4:2 (Ali Hamdar, 89.).

Schiedsrichter: Marco Michele Spataro.

Zuschauer: 150.