Der FC Königsfeld kommt derzeit aus dem Torjubeln nicht mehr heraus. Foto: Holger Rohde

Am viertletzten Spieltag biegen die Landesliga-Clubs auf die Zielgerade der Saison ein. Es wird noch einmal spannend im Aufstiegsrennen.

Landesliga: Der FC Königsfeld ist auf den Relegationsplatz geklettert und dank der Schützenhilfe des SV Aasen ist nun sogar die Meisterschaft noch drin.

 

Tabellenführer SC Konstanz-Wollmatingen (55 Punkte) ist seit vier Spielen ohne Sieg und kassierte drei Auswärtsniederlagen in Serie. Auf der Zielgeraden droht David D’Incau mit seinem Team nach dem 3:4 in Aasen noch den Titel zu verspielen.

SV Aasen

Spielertrainer Tevfik Ceylan, der nach dem Spiel wenig Zeit zum feiern hatte und in Richtung Flughafen Zürich eilte, um wieder zur Icon-League nach Berlin zu fliegen, konnte es nach dem Coup gegen den Spitzenreiter kaum fassen. „Sensationell und fantastisch, was meine Jungs da geliefert haben. Wir haben so viel Potenzial. Und offenbar fällt es uns leicht, das gegen die Top-Teams abzurufen“, lobte er die Teamleistung.

In der Tat: In sieben Partien gegen die Top 4 gab es bisher vier Siege, zwei Remis und eine Niederlage, 47 Punkte bedeuten Rang 5. Da muss sich der FC Pfaffenweiler für das Derby am Sonntag wohl warm anziehen. Immerhin fehlte Aasen in der Offensive Tim Stolz, dazu der kurzfristig an Magen-Darm erkrankte Kapitän Manuel Hall. „Deswegen habe ich in der Innenverteidigung gespielt“, erklärte Ceylan die taktische Änderung.

Frederik Edbauer beendete seine Torflaute nach sieben Spielen und steuerte einen Doppelpack bei. Den anderen markierte Ceylan. Und wie: Ceylan verwandelte zwei Elfmeter zum wichtigen 2:2 und in der 94. Minute mit Nervenkostüm zum 4:3-Siegtreffer. Es waren seine Saisontore 25 und 26.

FC Königsfeld

Sieben Spiele ohne Niederlage (19 von 21 möglichen Punkte) katapultierten den FC Königsfeld mit 53 Zählern auf Platz 2. „Es läuft derzeit wirklich gut, wir hätten schon in der ersten Hälfte fünf Tore machen können“, schmunzelte Trainer Mike Seidel nach dem 6:0 gegen den FC Öhningen. „Die Abwehr steht sicher, da werden wir immer kompakter“, lobte Kollege Daniel Miletic. „Vorne haben wir einfach schnelle Leute, eine breite Bank und können ohne Schwung zu verlieren, im Gegenteil, jederzeit vier, fünfmal wechseln.“

Der am Knie operierte Kapitän Sven Schwarzwälder hebt indes warnend den Zeigefinger: „Jetzt darf keiner nachlassen, wir müssen dranbleiben“, ist sogar noch der Meister-Coup möglich, sollte Konstanz nochmals patzen.

FC Pfaffenweiler

Die Remis-Könige der Liga (12) haben es erneut getan: Das 1:1 beim Hegauer FV sorgte bei Spielertrainer Jonas Schwer beinahe schon für ein Schmunzeln. „Insgesamt geht das Ergebnis in Ordnung. Man hat schon gesehen, warum Hegau diese Runde weiter oben mitspielt. Unsere Chancen zum Sieg waren vorhanden und wir nehmen den einen Zähler mit“, musste der Vizemeister vorerst den zweiten Platz abgeben. „Wir sind weiterhin ungeschlagen, dies schon seit 14 Partien. Dies nehmen wir gerne mit und wollen die Serie bis zum Saisonende fortsetzen. Es bleibt spannend, da Konstanz und Radolfzell gerade schwächeln und Königsfeld einen Lauf hat.“

Per Elfmeter traf indes nach einer Stunde FCP-Torjäger Jallow Saja. Es war sein 26. Treffer, so viele hatte er vergangene Runde am Ende der Spielzeit.

Relegationsgegner

Mit interessierten Blicken schauen die L3-Clubs in die Staffeln 1 und 2. Wer könnten die Relegationsgegner werden? In der L1 (Bezirke Baden-Baden/Offenburg) feierte der SC Hofstetten vorzeitig die Meisterschaft. Rang 2 machen der SC Durbachtal (58) und der SV Schappach (57) unter sich aus. Am 29. Spieltag, Pfingstmontag, treffen beide direkt aufeinander.

In der Staffel 2 (Freiburg/Hochrhein) gab es am Wochenende die Duelle der Top 4. Der Fast-Meister SC Wyhl (1./60) spielte gegen den FC Emmendingen (3./47) 0:0, der Zweite SpVgg Gundelfingen-Wildtal (53) beim Freiburger FC (4./46) 0:0. Hier entscheidet sich voraussichtlich am kommenden Wochenende schon alles.