Oleh Stepanenko (in Rot) – hier im Spiel gegen Wittendorf – hatte bereits gegen die SG Empfingen gesperrt gefehlt. Foto: Eibner-Pressefoto

Polizeieinsatz, WFV-Urteile und eine lange Sperre waren die Folgen aus dem Landesligaspiel des SC Tuttlingen gegen den FC Rottenburg. Der nächste Gegner der SG Empfingen kommt derzeit nicht zur Ruhe. Aber auch die Rottenburger werden bestraft.

Kommenden Samstag trifft die SG Empfingen auf den SC 04 Tuttlingen. Dieser hat neben dem Landesliga-Alltag aber derzeit noch ganz andere Sorgen, denn ein Skandalspiel hängt dem Tabellensiebten noch nach.

 

Ausgerechnet gegen Empfingens jüngsten Gegner FC Rottenburg war es Ende April zu Tumulten gekommen. Beim 3:3 wurde es nach dem Schlusspfiff hitzig und sogar die Polizei war angerückt. Doch was war passiert?

Schlag an den Kehlkopf

Laut eines Videos, das im Netz kursiert, hatte Tuttlingens Trainer Andreas Probst den FCR-Kapitän Leon Oeschger nach einer angeblichen Provokation beim Abklatschen nach dem Spiel ins Gesicht geschlagen. Im Rahmen dieser ganzen Handgreiflichkeiten, die dann noch folgten, hatte Rottenburgs Stürmer Oleh Stepanenko einen Tuttlinger Spieler einen Schlag an den Kehlkopf versetzt und dafür die Rote Karte gesehen.

Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat auf Anfrage unserer Redaktion erklärt: „In erster Instanz hat der Spieler Stepanenko vom FC Rottenburg eine Sperrstrafe über zwölf Pflichtspiele für eine Tätlichkeit auferlegt bekommen. Die Einspruchsfrist läuft noch und die Strafe ist noch nicht rechtskräftig.“

Bereits vorbelastet

Da der Schlag gegen eine „körpersensible Stelle“ gegangen sei, wäre die Strafe höher ausgefallen. Zudem habe der Spieler in der vergangenen Bezirksliga-Saison bereits die Rote Karte aufgrund einer Tätlichkeit gesehen und war fünf Spiele gesperrt. Mildernd sei gewesen, dass Stepanenko den Streit nicht angefangen habe.

Weitere Beschlüsse – auch in Sachen Probst – stehen noch aus, da das Gericht hier noch in der Urteilsfindung sei. Bei der Polizei läuft gegen den Trainer zudem ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, wie es der Polizeimeldung zu dem Vorfall im Tuttlinger Donaustadion zu entnehmen war.

Ob der Trainer am Samstag in Empfingen überhaupt dabei sein wird, ist also unklar. Fehlen wird auf jeden Fall auch Empfingens Co-Spielertrainer Daniel Seemann, der sich nach einem Klammergriff eines Rottenburger Gegenspielers zu einer Tätlichkeit hatte hinreißen lassen. Laut Trainer Alexander Eberhart, hat die SG aber noch keine Info erhalten, wie lange die Sperre ausfallen wird.