Königsfelds Abwehrriese Lorenz Spiegelhalter (links) lieferte sich einige heiße Duelle mit Stockachs Torjäger-Legende Marius Henkel. Foto: Holger Rohde

Der FC Pfaffenweiler feiert einen wertvollen Sieg, der FC Königsfeld ist mit seinem Remis „sehr zufrieden“ und der SV Aasen kann auch einer Niederlage etwas Positives abgewinnen.

Landesliga: Die drei Landesliga-Teams aus dem Bezirk Schwarzwald sind mit ihren Leistungen am Wochenende zufrieden – mit einigen Abstrichen.

 

FC Pfaffenweiler

Einen wertvollen 4:3-Sieg landete der FCP beim FC Singen, mit dem Spielertrainer Jonas Schwer und sein Team erster Verfolger des Zweiten FC 03 Radolfzell bleiben. Für den Coach gab es wichtige Erkenntnisse. Zum Beispiel, wie sein Team den 0:1-Rückstand in ein 3:1 drehte und sich im Überzahlspiel „mit Ruhe und ohne Hektik“ in Richtung Sieg spielte. „Nach den vielen Unentschieden tat dies wirklich gut.“

Bei den Standards herrscht dagegen noch Nachholbedarf – nicht nur offensiv, sondern auch in der Defensive. Alle drei Gegentreffer fielen aus ruhenden Bällen. „Bei den zwei Eckbällen hätten wir besser stehen müssen, da wurde unser Keeper Max Weisser gut weggeblockt. Der Elfmeter, da sprang Adrian Scholemann der Ball unglücklich gegen die Hand“, so Schwer.

Verlass war wieder einmal auf Jallow Saja, der mit seinem Dreierpack 2026 alleine acht Tore lieferte. Seine Bestmarke von 26 Treffern aus der Vorsaison kann er mit drei weiteren Toren noch übertreffen. Dadurch hat der FCP indes seine Serie ausgebaut und ist seit elf Partien ungeschlagen. Das bedeutet allerdings auf die letzten 20 Jahre noch keinen Rekord. Die beiden Bestmarken stammen aus den Meister-Saisons 2015 in der Kreisliga A (19) und 2024 in der Bezirksliga (20).

FC Königsfeld

„Wir sind mit der Zwischenausbeute sehr zufrieden“, freute sich Trainer Daniel Miletic aus verschiedenen Gründen über das 2:2 gegen den VfR Stockach. „Vier Spiele sind wir nun ungeschlagen, haben dabei zehn Punkte geholt“, kratzt der FCK mit 44 Zählern an seinem Punkte-Bestwert (46). „Was mich wieder einmal beeindruckt hat, ist die Moral der Jungs. Sie geben nicht auf, wir sind fit bis zum Ende“, lobte er den Kampfgeist.

Vom Pechvogel der Vorwoche zum Helden des Tages wurde Alieu Sarr mit dem Last-Second-Ausgleich. Ein Lob gab es für den unfreiwilligen Latten-Vorbereiter Lorenz Spiegelhalter.

„Er hat eine sehr gute Leistung gezeigt und nähert sich wieder seiner Form der letzten Saison“, räumte der Hüne über die 90 Minuten um die 20 Kopfbälle ab. „Ich merke es auch am Kopf“, meinte er süffisant. Nebenmann Marko Karagaca lieferte sich – wie Stefan Schwarzwälder und Nico Uljevic – in der Viererkette heiße Duelle mit dem starken VfR-Offensivtrio Marius Henkel, Dennis Habobovic und Kevin Switalla.

Ein anderer Akteur arbeitet sich nach längerem Verletzungsausfall über die ganze Saison hinweg wieder mit den ersten beiden Kurzeinsätzen über zwölf Minuten heran: Tugay Öztürk. Für Sven Schwarzwälder geht es in diesen Tagen zur Arthroskopie des Knies, deswegen kam er nicht zum Einsatz.

SV Aasen

„Vielleicht hatte die Niederlage etwas Gutes und wir bleiben auf dem Boden der Realität“, resümierte Spielertrainer Tevfik Ceylan das 1:2 in Gottmadingen. „Wer die Chancen in Hülle und Fülle nicht verwertet, der kann am Ende nicht gewinnen. So einfach ist dies.“

Derzeit zeichnet sich beim starken Tabellensechsten ab, dass dem Aufsteiger gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte (Überlingen, GoBi) die Spiele etwas entgleiten.„Weil wir da nicht immer zu 100 Prozent fokussiert wie in den Topspielen oder Lokalderbys sind.“

Dennoch können sich nur zwei Niederlagen aus den letzten zehn Partien beim Aufsteiger absolut sehen lassen. Diese Serie hat dazu beigetragen, dass die Baaremer sechs Spieltage vor Saisonende mit 18 Punkten Abstand zur Abstiegszone nie um den Klassenerhalt bangen mussten.