Der Moment der dem FC Pfaffenweiler die Aufstiegsspiele sicherte: Marc Baumhäckel (vorne) bejubelt in der 66. Minute sein herrliches Kopfballtor zum 2:1-Sieg des FC Pfaffenweiler in Gottmadingen. Foto: Holger Rohde

Der Landesliga-Vizemeister freut sich riesig auf die Relegation. Die Donaueschinger sind kaum zu trösten. Warum das 0:8 in Königsfeld als Hallo-Wach-Effekt gilt.

Landesliga-Vizemeister FC Pfaffenweiler bereitet sich auf die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga vor. Die DJK Donaueschingen setzt in Sachen Klassenerhalt auf ihren Nachbarn, denn bei einem Aufstieg des FCP bleibt die DJK drin. Beim FC Königsfeld laufen die personellen Planungen für die kommende Runde weiter.

 

FC Pfaffenweiler

Es gibt viele Teams, die im ersten Moment enttäuscht über eine Vizemeisterschaft sind - weil es eine verlorene Meisterschaft ist. Nicht so beim FC Pfaffenweiler. Der Aufsteiger legte eine sensationelle Runde hin. Die Spieler freuten sich in dem packenden Saisonfinale über den Coup, klemmten sich in der Tabelle zwischen die beiden Titelfavoriten um den neuen Meister RW Salem und die beste Rückrundenmannschaft FC 03 Radolfzell.

„Ich finde, wir haben es absolut verdient“, zeigte Kapitän Adrian Scholemann auf, „dass wir als einzige Mannschaft in der Liga nie schlechter als auf dem dritten Tabellenplatz standen.“

Knapp 200 Fans begleiteten die Pfaffenweiler Mannschaft zum letzten Punktspiel nach Gottmadingen (2:1). „Toll, wie die Zuschauer uns die ganze Runde mittragen. Auswärts wurden es immer mehr, aber daheim ist es der Wahnsinn. Da geben mit wildfremde Menschen, die ich nicht kenne die Hand und gratulieren einem“, strahlt Scholemann.

Ein erster Gratulant nach dem Schlusspfiff auf dem Spielfeld war Reiner Scheu. Der 70-Jährige Fußball-Lehrer beglückwünschte seinen Sohn und sparte auch nicht mit Lob für die FCP-Spieler, als er Kapitän Adrian Scholemann und Felix Ohlhauser anerkennend zurief: „Jungs, ein gutes Spiel gemacht. Habt ihr verdient gewonnen.“

DJK Donaueschingen

Jubel in Pfaffenweiler – Schockstarre in Donaueschingen. In der 89. Minute knallte Lars Ganzhorn den Strafstoß gegen die SG Dettingen übers Gästetor. Das 2:1 hätte den direkten Klassenerhalt bedeutet. Für die völlig niedergeschlagenen Donaueschinger war es auch kein Trost, dass der Klassenerhalt mit einem Aufstieg des FC Pfaffenweiler noch möglich ist. DJK-Coach Benjamin Gallmann, der jetzt unbedingt eine Pause vom Fußball einlegen möchte, zeigte sich selbstkritisch: „Insgesamt war es heute von uns zu wenig, um das Spiel zu gewinnen. Wir haben nicht an die Leistungen angeknüpft, die uns in den vergangenen Wochen auszeichneten.“

Zwölf Spieler haben in Donaueschingen – ligaunabhängig – schon zugesagt. Natürlich hätte die DJK bei einem Klassenerhalt noch mehr personelle Optionen für die kommende Saison.

FC Königsfeld

Die 0:8-Abfuhr des FC Königsfeld gegen den FV Möhringen hallte vor allem bei den Verantwortlichen noch nach: „Über so ein Spiel mag man nicht viel sprechen. Da lief von Beginn an alles bei uns schief, was schieflaufen kann. Es wird wirklich Zeit, dass jetzt Pause ist, alle darüber nachdenken und mit einer besseren Einstellung in die Vorbereitung der neuen Runde gehen“, zeigte es der Sportliche Leiter Alexander Thumer auf. Mit dem klaren Hinweis in Richtung nächster Saison unter dem neuen Trainerteam Daniel Miletic/Mike Seidel: „Wenn wir als FC Königsfeld in der Landesliga bestehen und etwas holen wollen, müssen wir in jedem Spiel immer 100 Prozent abliefern. Solche Leistungen wie gegen Möhringen gehen einfach gar nicht.“

Obwohl einige Spieler fehlten wie die verletzten Theo Blankenburg, Gianluca Scudieri oder Max Lehmann, Nico Kroh, Felix Fehrenbach, Nur Cheikhi, Dominik Eschner und Maurice Fossé, hatte der FCK von den Namen her immer noch eine schlagkräftige Truppe auf dem Feld stehen.