Luca Pantel (rechts am Ball) und Leon Aguiar behaupten sich nach dem souveränen 2:0 gegen Denkingen mit dem FC Pfaffenweiler an der Tabellenspitze der Landesliga. Foto: Holger Rohde

Die Gemütslagen bei den drei Landesligisten aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis könnte nach dem 14. Spieltag nicht unterschiedlicher sein.

Landesliga: Während der FC Pfaffenweiler als Tabellenführer auch gegen den SV Denkingen (2:0) eine souveräne Leistung bot, kassierten der FC Königsfeld (1:5 in Radolfzell) und der SV Aasen (3:4 gegen den Hegauer FV) insgesamt neun Gegentore.

 

FC Pfaffenweiler

Der FCP ist seit acht Spielen daheim ungeschlagen, hat 20 Punkte geholt. Co-Trainer Karsten Scheu bilanzierte das 2:0 gegen den SV Denkingen: „Es war in Phasen ein Spiel mit wenigen Torchancen. Wir haben kaum etwas zugelassen, standen sicher und haben vor der Pause aus unseren Möglichkeiten zwei Tore erzielt. Vielleicht wäre sogar noch ein 3:0 möglich gewesen.“

Torjäger Jallow Saja kommt nach seinem Doppelpack auf 15 Saisontore. Erstmals gelangen Felix Ohlhauser in dieser Spielzeit wieder einmal zwei Vorlagen. In der Offensive standen Michael Höhe und Nico Anders indes nicht zur Verfügung.

Mit inzwischen einer beeindruckenden Reife bleibt der letztjährige Vizemeister in der Tabelle ganz oben (30 Punkte/33:18 Tore). Vor einem Jahr war der FCP ebenfalls zu diesem Zeitpunkt Erster (34/40:15). Seit dem Landesliga-Aufstieg hat der FC Pfaffenweiler in 23 Heimspielen nur zweimal verloren und beeindruckende 65 Tore erzielt.

FC Königsfeld

FCK-Trainer Daniel Miletic fasste das klare 1:5 im Topspiel beim FC Radolfzell gefasst und knapp zusammen: „Da war für uns nur in den ersten 25 Minuten etwas drin. Da hatten wir gute Chancen, konnten selbst jedoch nicht in Führung gehen. Doch mit dem Doppelschlag zum 0:2 und dann kurz vor und nach der Pause mit weiteren zwei Gegentoren war die Partie beim 0:4 gegen uns gelaufen. Radolfzell war griffiger, wollte unbedingt diesen Sieg. Wir waren zu oft zu weit weg vom Gegenspieler. Außerdem haben sie eine starke Mannschaft. Wir sind noch nicht so weit für solche Spiele.“

Daniel Miletic ergänzt: „Jetzt gilt es weiterzumachen und in den drei Partien bis zur Winterpause noch maximal möglichst viele Punkte zu holen.“

SV Aasen

Gute Nerven brauchen die Fans des Aufsteigers in dieser Saison vor allem bei Heimspielen. Der Grund: Es fallen Tore wie am Fließband. Nur zu oft in die falsche Richtung. Wie beim 3:4 gegen den Hegauer FV.

„Dieses Spiel müssen wir nicht verlieren. Wir hatten genügend Chancen, um sogar zu gewinnen. Dem Spielverlauf nach wäre ein Punkt für uns zumindest verdient gewesen“, erklärte Stefan Schnekenburger, der Sportliche Leiter des SVA, nach dem Schlusspfiff.

Mit 19 Punkten und 39:30 Toren steht der Aufsteiger aktuell auf dem neunten Platz. 45 Tore fielen bereits bei den bisherigen acht Heimspielen des SV Aasen! Nichts für schwache Nerven. So eine Torflut reibt sich am Gemütszustand der Spieler und der Zuschauer.

Schnekenburger sagt weiter: „Nach dem 1:2 sind wir bis zur Pause beim 1:4 etwas auseinandergefallen.“

Aber Moral und Einstellung stimmten bei den Aasenern. Pech kam hinzu: Spielertrainer Tevfik Ceylan vergab einen Strafstoß.

Auffällig beim Neuling: Es gab bisher drei Heimniederlagen (3:4, 2:6, 3:4). Und dabei kassierten die Aasener jeweils in der ersten Hälfte insgesamt zehn Gegentore.