Spitzenreiter gegen direkter Verfolger: Im Reinhold-Fleckenstein-Stadion treffen der VfL Nagold und der FC Rottenburg aufeinander.
VfL Nagold – FC Rottenburg (Samstag, 15.30 Uhr). Am Samstag kommt es in der Fußball-Landesliga im Nagolder Reinhold-Fleckenstein-Stadion zum Gipfeltreffen zwischen dem direkten Verfolger VfL Nagold und Spitzenreiter FC Rottenburg. Die beste Abwehr trifft dabei auf den besten Angriff.
Die Gäste haben bis jetzt zwei Niederlagen auf ihrem Konto. Auch eine dritte würde nichts an ihrer Führungsposition ändern. Der VfL Nagold liegt aktuell vier Punkte zurück, und muss in diesem Spiel versuchen, den punktgleichen Tabellendritten SG Empfingen auf Distanz zu halten.
Auf vollen Drehzahlen
Der VfL Nagold befand sich zuletzt zuverlässig in der Erfolgsspur und konnte in Wittendorf trotz Unterzahl einen 4:1-Sieg verbuchen. Die Tormaschine lief zuletzt auf vollen Drehzahlen: vier in Wittendorf, fünf gegen Croatia Reutlingen, vier beim TSV Frommern, acht gegen den BSV Schwenningen. Auffallend: In allen vier Spielen konnte die Schuon-Elf über die Tore hinaus noch zahlreiche Chancen kreieren. Dabei taten sich Elias Bürkle, Johannes Fleischle, Jan Beifuß und Niklas Watzl als Torschützen besonders hervor – mehrfach auf Zuspiel von Matthias Rauser.
Stefan Wurm nach vorne?
Den dynamischen Vorlagengeber muss der Nagolder Coach Marcel Schuon gegen den Spitzenreiter jedoch ersetzen. Rauser hatte in Wittendorf den Gelb/Roten Karton gesehen und muss sich am Samstag unter den Zuschauern einreihen. Die Frage, wer seine Position besetzen wird, ließ Schuon wie gewohnt offen. „Wir haben die Möglichkeit, Stefan Wurm nach vorne zu ziehen und hinten Marius Hogg zu bringen“, erwägt der VfL-Coach eine Variante. Mit ziemlicher Sicherheit wird Burak Tastan (Schuon: „Wir müssen noch ein Training abwarten“) ausfallen. Hinter Niklas Watzl (Arbeit) steht ebenfalls noch ein Fragezeichen. Wer beim VfL beginnt oder im Verlauf der Spiele eingewechselt wird, ist seit Wochen fließend. Schuon kann sein Wechselkontingent in schöner Regelmäßigkeit komplett ausschöpfen – ohne eine Leistungseinbuße befürchten zu müssen.
Torgefährliches Trio
Das dürfte auch im Spiel gegen den Spitzenreiter der Fall sein, bei dem der VfL Nagold ein besonderes Augenmerk auf Rene Hirschka, Lennis Eberle und Jakob Bader legen muss. Das Trio konnte mit einer Torgefährlichkeit auf sich aufmerksam machen. Darüber hinaus baut der Rottenburger Trainer Marc Mutschler auf seine gute Abwehr. Die zeigte zuletzt jedoch Risse: Die Heimniederlage gegen den FC Albstadt (0:2) hatte keiner auf dem Schirm. Daraus jedoch den Schluss ziehen, der Spitzenreiter würde auf der Zielgeraden nervös werden, wäre ein Fehler. „Die werden wohl mit einer Fünferkette auflaufen und versuchen, unseren Spielfluss mit allen Mitteln zu unterbrechen und mit langen Bällen Nadelstiche zu setzten“, erwartet Schuon ein Spiel auf Augenhöhe.