Der VfL Nagold (hellblaue Trikots) gewann zuletzt mit 6:1 gegen den TuS Ergenzingen. Foto: Kraushaar

Für den VfL Nagold ist die Saison in der Landesliga gelaufen. Ein symbolisches Ziel ist vor dem Spiel am Samstag beim SV Zimmern allerdings noch erreichbar: Platz vier.

SV Zimmern – VfL Nagold (Samstag, 15.30 Uhr). Die Partie zwischen dem SV Zimmern und dem VfL Nagold hätte am vorletzten Spieltag der Fußball-Landesliga zu einem Highlight werden können, wenn beide Mannschaften bis in das Saisonende die Erwartungshaltungen hätten befriedigen können. Doch für die Gastgeber war das Thema Relegation nach der unerwarteten 1:2-Heimniederlage gegen den FC Albstadt und dem 2:3 beim Meister TSG Balingen II Geschichte. Für den SV Zimmern geht es im Spiel gegen den VfL Nagold nur noch darum, den zwei Punkte Vorsprung auf den SV Nehren und die drei Punkte auf den VfB Bösingen als Tabellendritter ins Ziel zu bringen.

 

VfL Nagold II ist gerettet

Immerhin konnten die Gastgeber nicht nur einige Wochen länger als der VfL Nagold ganz vorne mitspielen, sie können bei der Endabrechnung auch einen Platz in der Spitzengruppe vorweisen. Das war auch das erklärte Ziel der Blauen aus dem Reinhold Fleckenstein-Stadion, was aber bei einem Rückstand von 14 Punkten auf den Zweiten SG Empfingen und fünf Punkten auf den SV Zimmern als gescheitert betrachtet werden darf. In Folge stand der Klassenerhalt vom VfL Nagold II in der Bezirksliga Nördlicher Schwarzwald im Fokus – und dieses Ziel wurde unter Mithilfe des Landesliga-Kaders inzwischen erreicht.

6:1 gegen TuS Ergenzingen

Dass Trainer Marcel Schuon seitdem weniger Leihen an die zweite Mannschaft abgeben musste, bekam der TuS Ergenzingen zu spüren, der sich bei der 1:6-Niederlage an der Nagold einer kompletten Landesliga-Truppe gegenüber sah. Zumindest für 78 Minuten. Danach gab Schuon mit Daniel Huss, Tarek Türk und Philipp Gauss drei Nachwuchsspielern aus der zweiten Reihe noch die Chance auf ein paar Landesliga-Minuten. Der nach einer Stunde für Elias Bürkle ins Spiel gekommene Tom Gutekunst hatte schon am Spieltag zuvor mit drei Toren innerhalb einer Viertelstunde dem Bezirksliga-Tabellenführer VfR Sulz den Garaus gemacht.

Der körperlich robuste Gutekunst dürfte auch im Spiel beim SV Zimmern eine Alternative für den Angriff darstellen. „Ich muss abwarten, ob Niklas Watzl beruflich bedingt zur Verfügung steht“, meint Schuon. Gutekunst, Panagiotis Karypidis, der inzwischen mit zwölf Toren auf Rang 10 in der Torschützenliste auf die Höhe von dem zur TSG Balingen wechselnden Jan Beifuß geklettert ist, und Nico Gaiser scheinen nach den letzten Eindrücken für den Angriff gesetzt sein.

Damit könnte Elias Bürkle hinter die Spitzen rücken, weil Schuon einen Ersatz für Ruben Cinar braucht. Der Mittelfeldspieler war gleich zu Beginn der Nachspielzeit nach einem Zweikampf verletzt liegen geblieben und musste von den Kollegen in die Kabine gebracht werden. „Er hat nach einer Woche Pause wieder voll mittrainieren können“, gab Schuon Entwarnung. Der Spezialist für ruhende Bälle wird am Wochenende jedoch aus privaten Gründen fehlen.

Bessere Tordifferenz

Mit zwei Siege zum Saisonfinale wäre rechnerisch noch Platz vier möglich, auch weil der VfL Nagold (52 Punkte) im Vergleich zum VfB Bösingen (54) und dem SV Nehren (55) die deutlich bessere Tordifferenz aufweist.