Drei wichtige Punkte durften die Spieler nach dem 2:1 gegen den SSC Tübingen bejubeln. Foto: Eibner-Pressefoto

Der TSV Harthausen/Scher setzt sich im Kellerduell gegen den SSC Tübingen mit 2:1 durch und darf im Abstiegskampf neue Hoffnung schöpfen.

TSV Harthausen/Scher – SSC Tübingen 2:1 (0:0). Einen enorm wichtigen 2:1-Erfolg im Kellerduell hat der TSV Harthausen/Scher gegen den SSC Tübingen gefeiert, der mit 25 Punkten auf dem Relegationsplatz steht. 

 

Für die Scherkicker war es ein echtes Alles-oder-nichts-Spiel: Bei einer Niederlage wäre der Abstieg kaum noch zu verhindern gewesen. Doch mit dem fünften Saisonsieg schraubt die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Bach ihr Punktekonto auf 19 und wahrt bei noch neun ausstehenden Partien alle Chancen im Kampf um den Klassenerhalt.

Gastgeber von Beginn hoch motiviert und bissig

Vor 150 Zuschauern auf dem Sportgelände an der Jahnstraße präsentierte sich die Heimelf von Beginn an hoch motiviert und bissig. Bereits nach zwei Minuten bot sich die erste Großchance: Tim Abt scheiterte aus spitzem Winkel an SSC-Torhüter Hornberger.  Nach rund einer halben Stunde setzte Matthias Endriß ein weiteres Offensiv-Ausrufezeichen, sein Abschluss aus zwölf Metern verfehlte das Tor nur ganz knapp. So ging es torlos in die Pause.

Locher trifft nur die Latte

Nach dem Seitenwechsel wurde nur noch auf das Tor der Gäste aus Tübingen gespielt. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff setzte der eingewechselte Maximilian Czopiak den eingelaufenen Finn Locher in Szene, der den Ball aus sechs Metern an die Latte nagelte (48.) – Glück für den SSC.

Reguläres Tor zählt nicht

Kurz darauf scheiterte Endriß gleich doppelt: einmal aus kurzer Distanz, dann parierte Hornberger mit einer Glanztat (53./56.). Nach knapp einer Stunde jubelte Harthausen bereits, als Endriß den Ball im Gewühl über die Linie drückte, obwohl das Spielgerät deutlich über der Linie war, blieb der Pfiff des Unparteiischen zur Verwunderung aller aus.

Kalte Dusche aus dem Nichts

Dann folgte wie aus dem Nichts die kalte Dusche: Tübingen ging praktisch mit der ersten Torchance in Führung.: Nach einem Freistoß verwertete Felix Müller gekonnt den Ball und schloss per Direktabnahme sehenswert zum 1:0 für den SSC ab (67.). 

Harthausen schlägt zurück

War damit die Moral von Harthausen gebrochen? Mitnichten: „Die Jungs haben sich davon nicht beirren lassen und einfach weitergemacht. Sie wollten dieses Spiel gewinnen und haben eine tolle Mentalität bewiesen“, lobte Bach. 

Nur wenige Minuten später belohnte sich die Heimelf endlich für ihr Engagement: Endriß traf per Flachschuss zum 1:1 (74.). Und Harthausen wollte mehr: Nach einer einstudierten kurzen Ecke lenkte Thomas Rösch den Ball per Kopf über den Scheitel ins lange Eck zum viel umjubelten 2:1 (79.). TSV Harthausen/Scher: Reinhardt – F. Maier, L. Maier, Rösch, Dahlke, Abt (46. Czopiak), Balci (81. Bach), Endriß, Koch, Gratz, Locher (90. Zorlu).  Tore: 0:1 Müller (67.), 1:1 Endriß (74.), 2:1 Rösch (79.). Schiedsrichter: Tobias Keck (Lehr).