Für die landeseigene Liegenschaft an der Schramberger Straße 26 wird eine neue Nutzung gesucht. Für die Polizeihochschule könnten womöglich benachbarte Räume in Frage kommen.
Was mit dem Gebäude an der Schramberger Straße in Schwenningen geschieht, das bislang von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) genutzt wurde, ist derzeit noch offen.
Das berichtete Sieglinde Neyer-Bedenk, Leiterin des Amtes Konstanz der Landesbehörde Vermögen und Bau, das für die landeseigene Liegenschaft mit der Anschrift Schramberger Straße 26 zuständig ist.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann sie demnach noch keine konkrete Nutzung nennen. „Dafür sind die Planungen noch nicht ausgereift genug“, erläuterte die Amtsleiterin auf Nachfrage der Redaktion und ergänzte: „Derzeit sind wir noch in der Untersuchung der Bedarfe der Landesbehörden und Hochschulen.“
Über eine (Teil-)Vermietung oder Veräußerung dieser Liegenschaft könne erst befunden werden, wenn sich kein eigener Bedarf an der Liegenschaft ergebe.
Viel Abstimmungsbedarf
„Angesichts der Vielzahl an Beteiligten, der erforderlichen Klärung notwendiger Rahmenbedingen und vielschichtiger Abhängigkeiten können solche Neuunterbringungsuntersuchungen in der Regel nicht ganz kurzfristig zum Abschluss gebracht werden“, macht Sieglinde Neyer-Bedenk hier deutlich, dass die Mühlen in dieser Sache eher langsam mahlen.
Währenddessen wird auch überlegt, wie das benachbarte Gebäude Schramberger Straße 28 genutzt werden soll. Hier – im ehemaligen Dialysezentrum – waren Flächen für die DHBW angemietet gewesen. Nun wird unter anderem geprüft, ob diese künftig für die Belange der Hochschule für Polizei in Frage kommen könnten. Dafür sei man „aktuell im intensiven Austausch über die Möglichkeiten und Anforderungen einer Anschlussnutzung“, so die Vertreterin von Vermögen und Bau.
„Erhöhter Raumbedarf“
Seitens der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg wird bestätigt, dass man „absehbar einen erhöhten Raumbedarf am Standort in Villingen-Schwenningen“ habe. Wie ein Sprecher der Hochschule mitteilte, wisse man schon jetzt aufgrund der vorgenommenen Neueinstellungen, dass die Studierendenzahlen in den kommenden Jahren nochmals ansteigen werden.
Zum anderen stünden Bau- und Modernisierungsmaßnahmen auf dem Campus an, hier seien auch Unterkunftsgebäude von Studierenden beziehungsweise Büros von Dozierenden betroffen. Die meisten Gebäude auf dem Campus wurden in den 1980er-Jahren erbaut, und so erklärt sich in einigen Bereichen der Modernisierungsbedarf, etwa bei den Wasserleitungen, die es zu erneuern gilt. Die sechs Wohntürme auf dem Gelände sollen nach und nach modernisiert werden.
Die Hochschule prüfe „aktuell verschiedene Möglichkeiten, um den temporär steigenden Raumbedarf an Unterkünften und Büros sowie gegebenenfalls Hörsälen decken zu können.“ Die Nutzung von freien Räumlichkeiten der DHBW in der Schramberger Straße in Schwenningen könnte demnach eine mögliche Variante sein. „Eine diesbezügliche Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen worden“, so der Sprecher weiter.