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Landeshöchstwert Inzidenz im Kreis Rottweil knapp unter 400er-Marke

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Das Virus breitet sich weiter aus im Landkreis Rottweil. Foto: © Romolo Tavani – stock.adobe.com

Am Wochenende hat der Landkreis den Inzidenzwert von 300 deutlich überschritten. Er lag bei 368,5. Am Montag der nächste Schock: Der Wert liegt nun bei knapp 400. Das ist der höchste im Land.

Kreis Rottweil - Vom Musterknaben zum Problemfall? So in etwa könnte man die Entwicklung des Landkreises Rottweil beschreiben. Es gab eine Phase in der Pandemie, da glänzte der Landkreis mit guten, das heißt niedrigen Zahlen im Vergleich zu den anderen Stadt- und Landkreisen. In der zweiten Welle hat sich das Blatt gewendet.

Überhaupt scheint es so, als ob die ländlichen Regionen nun anfälliger für die Verbreitung des Virus geworden sind als die Metropolen. Das war in einer früheren Phase der Pandemie anders. Nun fällt auf, dass neben Rottweil beispielsweise auch die Kreise Schwarzwald Baar (Inzidenzwert von 244) und Tuttlingen (272) in einer deutlich schlechteren Position sind als die Stadtkreise Stuttgart (148,6), Freiburg (126,7) oder auch Karlsruhe (150).

Am Montag folgt die nächste schockierende Meldung. Der Kreis erreicht einen Inzidenzwert von 399,6. Die Landkreisbehörde meldet einen Anstieg um 118 Fälle gegenüber Samstag. Inzwischen liegen 3173 positive Coronatests im Landkreis vor. Jeder circa 44. Einwohner im Landkreis ist also positiv getestet worden, das sind rund 2,27 Prozent der Gesamteinwohner. 793 Fälle gelten als noch aktiv, 71 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Rottweil erweist sich immer mehr als Hotspot im Kreis mit insgesamt 719 positiv Getesteten und 225 aktiven Fällen.

Die Kirchen sagen bereits Gottesdienste an den Feiertagen ab. Sollte der Inzidenzwert an drei Tagen hintereinander über 300 liegen, ist an Präsenzveranstaltungen über die Feiertage nicht mehr zu denken.

Die Polizei hat derweil am Wochenende verstärkt die Einhaltung der jüngsten Vorschriften zum Infektionsschutz überwacht. Dabei hat sie einige Verstöße festgestellt und auch Anzeigen gefertigt, teilt sie mit. Im Raum Rottweil kontrollierten die Beamten 36 Fahrzeuge und 63 Personen. 35 mussten beanstandet werden. Im Bereich Schramberg wurden 15 Fahrzeuge und 29 Personen genauer betrachtet. 13 davon hatten die Vorschriften nicht beachtet, weswegen sie ermahnt und zum Teil angezeigt wurden. In Oberndorf und Sulz waren es 17 Personen und acht Fahrzeugführer, die von der Polizei überprüft wurden. Zwölf davon verstießen gegen das geltende Recht.

Überwiegend wurden Menschen nach 20 Uhr angetroffen, die sich nicht an die Ausgangssperre hielten, oder junge Menschen, die zu Dritt oder Viert im Auto unterwegs waren. Allerdings ertappte die Polizei auch einen Rottweiler Gastwirt. Er konnte sich am Sonntagabend trotz ausgeschaltetem Licht nicht den Blicken einer Polizeistreife entziehen, als er entgegen dem Verbot im Schankraum fünf Gäste bewirtete. Er muss nun mit einem Bußgeld rechnen. In Schramberg versammelten sich am Samstag rund 50 Personen, die sich offenbar spontan zusammenfanden, um gegen die Corona-Vorschriften zu protestieren. Als eine Polizeistreife eintraf, machten sich die Personen auf und davon. Die Polizei wird auch in den nächsten Tagen im Kreis unterwegs sein und Kontrollen durchführen.

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