Stadtgraben, Gartenschaubrücke, Au – mit diesem Dreier schritt der Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr vergangenen Mittwoch ein gutes Stück in Richtung Landesgartenschau 2028.
Nach Rottweil fließen und werden in den kommenden Jahren Landesmittel aus verschieden Töpfen fließen. Dass es für eine Kommune recht ungewöhnlich ist, gleichzeitig mit mehreren Fördermitteln bedacht zu werden, betonte Sabine Morar von der LBBW im Gemeinderatsausschuss. „Es ist ein Zeichen des Landes, dass man Rottweil auf dem Weg zur Landesgartenschau unterstützen will.“ So auch mit dem Sanierungsgebiet Au, dessen zweite Erweiterung einstimmig beschlossen wurde.
Mit der zweiten Erweiterung werden nun auch die Flächen in das Sanierungsgebiet Au aufgenommen, die derzeit noch von der ENRW genutzt werden, und Flächen der Stadt, die südlich der Schindelbrücke in der Au liegen, bis hinüber zum Fuß des Tafelbergs. Nicht zum Zuge kommt diesmal die angrenzende Wohnbebauung. Dort bestehe für die nächsten Jahre kein Bedarf.
Weitere 500 000 Euro
Und ausgenommen ist auch die große Fläche zwischen Panoramaweg und Neckar, wo derzeit noch die Pferde grasen. In Euro bedeutet die Erweiterung, dass weitere 500 000 Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Lebendige Zentren“ nach Rottweil fließen. Bis 2025 sollen aus diesem Topf insgesamt 7,6 Millionen Euro ausgeschüttet werden – weitere Aufstockungen folgen also.
Überraschende Nachricht an diesem Abend: Auch der Grunderwerb der ENRW- Grundstücke kann gefördert werden – obwohl der Notartermin schon war. Das freute auch OB Christian Ruf.
Brücken wird nun geplant
Ein paar Meter weiter Richtung Stadt gab es dann auch einen weiteren – wenn auch nur planungsrechtlichen – Schritt in Richtung Landesgartenschau. Um im Stadtgraben die für die Landesgartenschau nötigen Arbeiten planungsrechtlich abzusichern, muss ein Bebauungsplan her. Dieser heißt „Hochbrückgraben“ und wurde vom Ausschuss mit dem Aufstellungsbeschluss und dem Beschluss zur frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung ebenso auf den Weg gebracht wie die Planung der Landesgartenschaubrücke.
Die Entwurfsplanung des Sechs-Millionen-Euro-Projekts soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Laut OB Ruf ist im September ein „Kick-off mit der Bahn“ geplant, bei dem es dann um Dinge wie die Eisenbahnkreuzungsvereinbarung gehen wird – ein Wortungetüm, aber offenbar notwendig, weil die Gartenschaubrücke über die Gleise hinüber führt.