Der Sonnensaal war bei der Informationsveranstaltung zur Landesgartenschau proppevoll. Foto: Siegmeier

Das Interesse an Informationsveranstaltung zur Landesgartenschau im Sonnensaal des Kapuziners war riesig. Nun sind die Rottweiler gefragt, denn Vereine, Organisationen und Institutionen sollen sich aktiv mit einbringen.

Noch drei Jahre, dann öffnet die Landesgartenschau in Rottweil ihre Pforten. Die Zeit rast, der Maßnahmenkatalog ist prallvoll und das Interesse der Bürger groß.

 

Das zeigte die Infoveranstaltung, zu der die Landesgartenschau gGmbH und die Stadt Rottweil am Dienstagabend in den Sonnensaal des Kapuziners eingeladen hatten. Die 370 Stühle waren schnell belegt und auch an den Stehtischen im hinteren Bereich hatten sich interessierte Bürger platziert.

Oberbürgermeister Christian Ruf nahm die Besucher mit auf einen virtuellen Spaziergang über das Gelände, erläuterte die anstehenden Baumaßnahmen für die Daueranlagen und präsentierte den Zuhörern den Zeitplan an dem schnell deutlich wird: „Wir sind schon mittendrin in den Vorbereitungen“.

Die nächste Phase

Neben den laufenden Arbeiten zur Renaturierung des Neckars am Schwarzen Felsen soll in den nächsten Wochen mit dem Abbruch des Alten Gaswerkes begonnen werden, und auch die Planungen für die Landesgartenschaubrücke gehen in die nächste Phase.

Auch Geschäftsführerin Ines Gaehn nutzte die Möglichkeit, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Foto: Siegmeier

Im Sommer soll mit den Freianlagen im Oberen Stadtgarten (Stadtgraben) begonnen werden und auch die Altlastsanierung des Alten Gaswerks ist auf dem Plan. „Wir wollen zudem einen kleinen Vorgeschmack geben auf das, was im Veranstaltungsjahr laufen kann“, sagte Oberbürgermeister Ruf, der deutlich machte, dass die Daueranlagen über das Veranstaltungsjahr hinaus Bestand haben werden.

Das Herz der Landesgartenschau

Die Neckaraue, den Hauptbereich der Landesgartenschau zu erschließen, darauf freue er sich bereits, ließ Ruf wissen, gab aber auch zu, dass es für den Rückbau des Wasserkraftwerks nicht nur Lob, sondern viel „Fanpost“ gegeben habe, wie er die Kritik positiv umschrieb.

Er machte deutlich, dass die Renaturierung den Neckar wieder in sein ursprüngliches Bett und an den Anprallhang lenke. Ein großes Anliegen der Planer sei es, so viel Infrastruktur wie möglich zu erhalten. Die Verbindung vom Veranstaltungsgelände am Neckar zur Innenstadt sei sehr wichtig. „Denn die Gartenschau ist nur gut, wenn die Leute auch die Innenstadt besuchen“, so der OB.

Zahlreiche Zugangsmöglichkeiten

Und dafür gibt es reichlich Möglichkeiten über den Bonifatiusweg, durch den Spitalgarten, über die Landesgartenschaubrücke, einen der vielen anderen Wege in den oberen Stadtgarten, oder den Aufzug an der Hochbrücke. Die Veranstaltungsfläche ist beim Alten Gaswerk geplant.

Oberbürgermeister Christian Ruf informierte über die Daueranlagen und zeichnete ein Gesamtbild der Schau. Foto: Siegmeier

Auch der Obere Stadtgarten beim Musikpavillon sei als „topfebene“ Veranstaltungsfläche optimal. Ihn gelte es ebenfalls zu gestalten. Ruf informierte, dass der Kugelbrunnen beim Abbau Schaden genommen habe, man aber dennoch versuchen werde, ihn wieder originalgetreu aufzustellen. Demnächst werde auch die Diotima von Siegfried Haas verpackt und für die Zeit der Baumaßnahmen in der Kunststiftung Erich Hauser eingelagert.

Vereine und Bürger sollen mitmachen

Gartenschau-Geschäftsführerin Annette Stoll-Zeitler gab anhand von Beispielen anderer Landesgartenschauen einen Überblick über mögliche Ausstellungsthemen und -angebote. Hier haben Vereine, Organisationen und Institutionen die Möglichkeit sich einzubringen, sich zu präsentieren und zu engagieren.

Auch die Teilorte haben hier die Möglichkeit zur Vorstellung. „Es ist uns ganz wichtig, dass die Landesgartenschau ein großes bürgerschaftliches und gesellschaftliches Fest wird“, betonte sie und lud ein, sich von den gezeigten Ausstellungs- und Veranstaltungsbeispielen inspirieren zu lassen,

„Rottweiler Energie aufs Gelände zu bringen“ und sich aus dem Markt der Möglichkeiten ein individuelles Programm zusammenzustellen, das vom inklusiven Gärtnern, über Kunst und Kultur, bis hin zu Gottesdiensten reichen kann. „Fühlen sie sich alle eingeladen, ein Teil der Landesgartenschau zu sein“, so Stoll-Zeitler abschließend.

Projekt von und für Rottweiler

Geschäftsführerin Ines Gaehn zeigte Veranstaltungsbeispiele anderer Landesgartenschauen auf und machte deutlich, dass die Schau „ein Projekt von Rottweilern für Rottweil“ und Gäste sei und geriet zum „Rottweiler Sommermärchen 2028“ schon ein wenig ins Schwärmen. Denn die Möglichkeiten seien sehr vielfältig.

Die Ideen ließen auch nicht lange auf sich warten. Entweder konnten sich die Interessierten in vorbereitete Formulare mit ihren Ideen eintragen, oder sie im Anschluss der Präsentationsrunde auf einer der vielen Stellwände aufschreiben. Und schnell war deutlich: Die Ideenkiste für das Landesgartenschauprogramm wird schnell gefüllt sein.