Ärzte auf dem Land sind gefragt. Foto: Daniel Vogl/dpa

75 junge Menschen erhalten einen Studienplatz für Medizin und verpflichten sich, später als Hausärztin oder Hausarzt im ländlichen Raum zu arbeiten.

Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart informierte kürzlich über eine Mitteilung, dass die Landarztquote 2025 erfolgreich abgeschlossen ist. Demnach erhalten 75 Bewerberinnen und Bewerber einen Studienplatz für Medizin und verpflichten sich, später als Hausärztin oder Hausarzt im ländlichen Raum zu arbeiten.

 

Für den Zollernalbkreis interessant: Drei der 75 angehenden Medizinstudenten und Landärzte in spe kommen aus der Region: aus Albstadt, Hechingen und Schömberg.

Seit dem Start der Landarztquote im Jahr 2021 konnten laut RP bereits 375 angehende Medizinerinnen und Mediziner einen Studienplatz erhalten, die später mindestens zehn Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in einem unterversorgten Gebiet in Baden-Württemberg arbeiten werden.

Lucha: Landarztquote ist ein Erfolgsmodell

Regierungspräsidentin Susanne Bay erklärte in der Mitteilung: „Die Landarztquote ist ein wichtiger Baustein, um die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen auch in der Zukunft zu sichern. Besonders freut mich, dass sich wieder viele engagierte Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebenswegen für diesen Weg entschieden haben.“

Gesundheitsminister Manne Lucha: „Die Landarztquote ist ein Erfolgsmodell und eine Win-Win-Situation. Wir bringen top motivierte, qualifizierte und engagierte Medizinstudierende in die ländlichen Gebiete unseres schönen Baden-Württembergs.“ Der Minister spricht weiter von einer „Investition in den ärztlichen Nachwuchs und zugleich um den Erhalt unserer schönen und lebenswerten ländlichen Regionen im Land“.

Wie in den Vorjahren ging auch 2025 die Mehrheit der Studienplätze an Frauen: 52 Plätze (69 Prozent) wurden an Bewerberinnen vergeben, 23 Plätze (31 Plätze) an Bewerber.

Auch im nächsten Jahr werden wieder 75 Studienplätze vergeben

Zudem werde die Landarztquote immer vielfältiger: „Erstmals haben fünf der erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber keine deutsche Staatsbürgerschaft – drei Männer aus Syrien, Kamerun und Russland sowie zwei Frauen aus Indien und Portugal. Für die Landarztquote können sich nämlich auch Interessierte mit einer Staatsangehörigkeit aus Drittstaaten bewerben, wenn sie eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung haben.“

Auch im nächsten Jahr werden wieder 75 Studienplätze vergeben. Gemeinden und Landkreise sind laut RP aufgerufen, aktiv auf die Landarztquote hinzuweisen. Bewerbungen für den nächsten Durchgang sind ab dem 1. März 2026 online möglich.